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Woher kommt eigentlich der Vampirglaube?

Wenn man über Mythenfiguren schreibt, kommt man unweigerlich an den Punkt, wo man sich fragen muss, was an dem Mythos eigentlich dran ist. Vor einiger Zeit hatte ich mal über den Alb nachgedacht und eine für mich recht interessante Schlussfolgerung gefunden.
Die letzten Tage suchen mich wieder verstärkt die Vampire heim und ich vermute, die werden mich auch nicht loslassen, obwohl ich derzeit über ganz andere Mythen schreibe 😉

Somit, woher kommt eigentlich der Glauben an diese Figuren?

Bei meiner Recherche hatte ich das Gefühl, es gäbe so viele Erklärungen, wie es verschiedene Vampire gibt und doch haben sie einiges gemeinsam.
Viele sind in den verschiedenen Glaubensrichtungen verankert. Gemein ist ihnen, dass es sich um Erscheinungen von Untoten handelt, die in ihren irdischen Leben entweder unter schrecklichen Umständen zu Tode kamen oder dem üblichen Glauben nicht zugetan waren oder auch Verbrecher waren, die ihre Taten sühnen mussten.
Doch von Sühne im Sinne von sich zu bessern war nicht viel zu sehen. Sie brachten eher weiter Tod und Verderben über ihre ehemaligen menschlichen Mitbewohner in den Dörfern. Es wurden ihnen Seuchen, Hungersnöte, plötzliche Tode von Mensch und Tier und noch allerhand mehr zugeschrieben. Und jene Menschen, die durch diese Gestalten zu Tode kamen, wurden selbst zu solchen. Ein Kreislauf, der kaum zu durchbrechen war.
Im Grunde waren es eher Widergänger, die noch nicht alle Merkmale der heute typischen Vampire hatten, wie generell Blut zu trinken und dabei noch recht gut auszusehen 😉
Diese heutigen, heißen und oft recht erfolgreichen Nachtgeschöpfe wurden offenbar tatsächlich erst durch das Aufkommen des Genres Vampirliteratur im 18. Jhd langsam etabliert.
Vielleicht hatten die damaligen Schriftsteller sich auch ein Beispiel an den Vampirfledermäusen genommen, die im Mittelmeerraum und am Äquator vorkommen und sich tatsächlich teilweise von Blut ernähren. Das würde auch erklären, weshalb sich mancher Vampir auch flugs in eine Fledermaus verwandeln kann, um zu verschwinden.
Ich persönlich habe zwar noch keinen solchen getroffen und auch wenn ich Fledermäuse total süß finde, solange sie nicht unangemeldet hinter meinem Bett übernachten, nur um mich dann zu erschrecken, wenn sie des Nachts wieder losstarten, fände ich die Vorstellung, dass meine Vampire die Hüllen fallen lassen, um sich in ein pelziges kleines fliegendes Etwas zu verwandeln eher unsexy.
Weil ich gerade so drüber nachdenke, was wollte die Fledermaus eigentlich hinter meinem Bett?

Ich fürchte, da muss ich tatsächlich nochmal nachforschen, derweil könnte ihr, wenn ihr Lust habt auch noch bei Sandra Florean nachlesen, was sie zu den Vampiren und ihrer Entstehung aus christlicher Sicht rausgefunden hat.

Bis denne …

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Autoren sind grausam …

… zumindest was die Gemeinheiten angeht, die sie ihren Helden angedeihen lassen.

Dabei mag ich die Kerle ja, über die ich schreibe, egal ob es Vampire oder Piraten sind. Da mache ich wirklich keine Unterschiede. Aber Alexandre aus „Schwur der Vergangenheit“ habe ich gleich zweimal ins Messer laufen lassen, buchstäblich. Ich würde mich nicht wundern, wenn er sich weigert, noch einmal in einer meiner Geschichten mitzuspielen. 🙂
Aber so ist das Leben halt – irgendwie. Auch für Bücherhelden ist es kein Wunschkonzert, da können sie sich noch so drüber ärgern.
Was hat der Myles aus „Karibikstürme“ geschimpft, weil er eine ganze Geschichte lang darum kämpfen musste, endlich in seine Hängematte zu fallen. 😉 Ich gestehe, mir hat es Spaß gemacht, den Schwerenöter noch einmal richtig auflaufen zu lassen und manchmal überlege ich gar, ihn wieder aus seiner Hängematte zu schütteln, um mich selbst da hinein zu hauen. Schön angewärmt, unter Palmen auf St. Barth. Aber vielleicht wär das dann echt zu gemein.
Hin und wieder habe ich ja auch meine schwachen Momente. Arran aus „Klang der Finsternis“ hat mir von Anfang an ein bisschen leid getan, so einsam auf seiner Burg in den schottischen Highlands mit seiner Geige und dann muss er sich auch noch mit Dämonenblut besudeln lassen.
Aber so ist es halt, wenn die Fantasie mit der Autorin durchgeht. Er hat ja auch sein Happy End bekommen, ganz so grausam bin ich nun ja doch nicht. Ich mag ja selber keine Geschichten, die keine Happy End haben. Da könnte ich mir ja gleich, das Leben selbst ansehen.

Bei manchen Geschichten sah es aber nicht immer so aus, als würde das Happy End noch kommen. Bei Alexandres zweiter Geschichte, hatte er doch arg zu kämpfen sein unendliches Dasein zu behalten. Und dann musste er sich auch noch seine frühen Schandtaten vorhalten lassen. Gute Lust hätte ich, daraus noch eine eigene Geschichte zu machen. 😉 Ob ihn das ärgern wird?

Soll ich? Oder nicht? 😉

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Warum Vampire?

Manchmal frage ich mich tatsächlich selbst, was mich an den Vampiren so fasziniert, dass ich so gern über sie schreibe.
Sicherlich reizt das Thema Unsterblichkeit, auch die unwiderstehliche Anziehungskraft dieser Spezies fasziniert oder auch die Möglichkeit den perfekt unperfekten Kerl zu erschaffen 😉
Aber ich denke, am Meisten reizt mich die Möglichkeit, ihnen eine historische Herkunft zu geben. Ich war schon immer ein Fan von Geschichte und gerade bei den Vampiren kann ich so richtig schön in der Recherche über alte Zeiten schwelgen und entdecke dabei immer wieder Neues, das ich möglicherweise anderen Geschichten als Idee zugrunde legen kann.

In meiner Vampir-Reihe »Into the dusk« hat tatsächlich kaum einer der Vampire den gleichen geschichtlichen Herkunftszeitraum.

Alexandre de Mirecourt aus Schwur der Vergangenheit (ITD 1) und Erbe der Vergangenheit (ITD 5) stammt aus dem dreißigjährigen Krieg und zog kämpfend für sein Land umher (mehr oder weniger 😉 )

Arran McRae aus Klang der Finsternis (ITD 2) lebte als Mensch um 1650 in Schottland und ließ im ersten schottischen Unabhängigkeitskrieg sein Leben, was er so sehr allerdings nicht bereut, weil er mehr der Musik und der Kunst zugetan ist, als dem Schwert. Sein »neues Leben« bietet ihm dahingehend deutlich mehr Optionen.

Kylan Invarsson aus Glut des Vergessens (ITD 3) ist ein steinalter Winkinger dem die Liebe zum Verhängnis wurde, obwohl er ja eigentlich ein ganz cooler Typ ist.

Die bisher einzige Vampirin in meinen Geschichten, Marie-Fleur de Bourbon in Fluch der Unendlichkeit (ITD 4), war, wie der Name sicherlich vermuten lässt, ziemlich aktiv in die Partys am französischen Königshof verwickelt, bevor sie ihr verhasster Schöpfer aus ihrer Glanz- und Glamourwelt gerissen hat. Dafür hasst sie ihn mehr, als sie ihr Leben geliebt hat.

Liam Uí Madadhan aus Rache der Eitelkeit (ITD 6) habe ich allerdings keinen so explizit bekannten historischen Hintergrund zugeteilt. Er weiß zwar, wann und wo er gelebt hat – natürlich in Irland, irgendwann, als es noch interessant war zu kämpfen – aber wie und warum ihn sein menschliches Leben verlassen hat, ist ihm nicht mehr in Erinnerung. Möglicherweise war er betrunken oder der vampirische Gegner hatte ihn so schnell überlistet, dass er es gar nicht mitbekommen hat. Wenn man seine Geschichte kennt, ist der zweite Schluss nicht ganz abwegig, denn er lässt sich gern einmal von der holden Weiblichkeit ablenken und übersieht dann so manchen Hinweis, dass etwas nicht stimmt.

Leandro aus Flüstern der Dunkelheit (ITD 7) fehlt so ziemlich jede Erinnerung und dummerweise auch jedes Gefühl. Ich wusste allerdings von Anfang an, wo er herkam und wie ihn sein Schicksal ereilte. Das kann ich jetzt leider nicht verraten, weil das Teil der Geschichte ist, nur soviel: Er weiß es am Ende dann auch wieder 😉

Tja, auch wenn ich mich dieses Jahr in andere unsterbliche Gefilde begeben habe, vermute ich, dass mich die Vampire irgendwann in nächster Zeit wieder zurückholen werden, da hilft auch ein großer Kranz aus Knoblauch nicht 😉

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Der Herbst, wie immer …

Eigentlich wäre ja gerade Nanowrimo, der National Novel Writing Month. Das heißt, man schreibt eine Geschichte in einem Monat.
Ich allerdings nicht, weil ich, wie immer in dieser ekelig kalten Jahreszeit, mehr Arbeit habe, als sonst. Dabei hätte ich soooooo gern mal wieder eine Karibikgeschichte geschrieben. Mit so richtig schönem Wetter, oder auch mal einem Sturm, aber dann schnell wieder schön und eben zum Herz und allem anderen erwärmen. 😉
Doch auch heuer wird es mit den Piraten nichts, weil immer noch Geschichten herumliegen, die sich querstellen und nicht fertig werden wollen und ich fürchte, das könnte sich noch eine Weile hinziehen. 😛
Ich peile mal für den nächsten Nano im November 2018 an, mitzumachen und wieder einen Piraten zu erfinden, der es wert ist, sich am Schreibtisch den Hintern plattzusitzen, aber bis dahin müssen wir wohl mit einem herrlichen Strandfoto meiner Freudin Susi vorlieb nehmen.
… und ein bisschen wird mir auch schon warm bei dem Anblick 😉

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Die Spannung steigt …

… die neue Geschichte geht tatsächlich dem Ende zu. Zumindest der erste Teil davon. Die hat sich nämlich in den Kopf gesetzt länger zu werden, als meine üblichen und ich fürchte, ich werde den ersten Cliffhanger meiner Schreibzeit einbauen.
Gemein oder? 😉
Manche Dinge kommen einfach über einen, ohne dass man sie ändern könnte und diesmal war es halt eine kleine Gemeinheit.
Ich könnte natürlich auch ein abgeschlossenes Ende schreiben, aber es blieben trotzdem einige Fragen offen und so gemein der Cliffhanger auch sein könnte, es weiß ja doch jeder, dass ich am Liebsten Happy Ends schreibe. Oder vielleicht doch ausnahmsweise mal nicht? 😛

Ich weiß schon, lauter leeres Zeug, das ich da wieder schwafele. Aber damit ich zumindest etwas verrate, das ihr noch nicht wisst, in der Geschichte kommt auch ein Sheriff vor. Ob der sexy ist oder nicht, das bleibt erst mal so dahingestellt, das müsst ihr dann selbst herausfinden.

Damit ihr noch eine Idee bekommt, wie es in der Gegend aussieht, in der die Story spielt, hier noch ein Foto 🙂

Dankeschön wie immer an Susi für die Leihgabe 😉