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Schreiben macht dick!

Oft wird leichthin behauptet, wir Autoren hätten einen einfachen Job. Wir säßen in der warmen Stube, würden täglich ein paar Sätze in den Computer klopfen und ansonsten den Herrgott einen guten Mann sein lassen. Und am Schluss bekämen wir auch noch Geld dafür.
Und na ja, so richtig widersprechen kann ich da jetzt irgendwie auch nicht.

Aber als ich heute über den Grund meiner im Schrank eingelaufenen Winterklamotten nachgedacht habe, bin ich auf einen gravierenden Nachteil unserer Lieblingstätigkeit gestoßen.

Schreiben macht dick.

Tatsächlich. Laut Waage habe ich, seit ich schreibe, ööööööööhm Kilo zugenommen.

Nur wie?
Die Finger fliegen ja im allgemeinen nur so über die Tastatur. Bewegung haben wir Autoren also durchaus. Und auch unser Gehirn braucht Energie und verbrennt so einiges. Bei mir zwar nicht soviel, dass es zum Heizen des restlichen Gestells reichen würde, darum bin ich schon wieder am Frieren; aber das bin ich ja immer, wenn der Winter beginnt – so knapp unter 20°C.

Also, was ist der Grund?

Ich sags Euch. Als Autor leidet man.

Mal mit der verflossenen Liebe seiner Protagonisten. Mal wegen eines dummen Spruches, den der eine Prota dem anderen Prota an den Kopf geworfen hat und dieser leidet dann ebenfalls – wird aber nicht dick davon. Dann gibt es auch noch die Situationen, wo jeder macht was er will und man als Autor davor sitzt und sich fragt, wer in der Story eigentlich das Sagen hat. Wobei man feststellt, dass man selbst der Letzte ist, der in der Story überhaupt etwas zu melden hat. Sobald man nämlich die undankbare Protagonistenbande erschaffen hat, tut grundsätzlich jeder was er will. Und dann leidet man, wenn alle beleidigt sind, weil man wieder in die Story eingreifen will, und sie alle dahingehenden Versuche sofort boykottieren.
Man leidet, wenn die Geschichte aus dem Lektorat zurückkommt und man feststellen muss, dass die absolut genialsten Ideen nicht als solche gewürdigt und somit gestrichen wurden. Und am Schluss leidet man, wenn man die Gesichte veröffentlichen muss, weil man befürchtet, dass sie keiner lesen will.

Und warum macht das dick?
Weil man zum Trösten Unmengen an Schokolade verdrücken muss, oder sich zwei…drei…viele ganz süße Chai Latte mehr macht, als man gemeinhin sollte. Und man braucht Pasta für die Nerven. Am besten jeden Tag, in allen Variationen und in großen Mengen.

Tja, und wenn ich so drüber nachdenke – seit ich schreibe, bin ich auch noch ein paar Jahre älter geworden … !?

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Wusstet Ihr eigentlich …

dass es auch weibliche Piraten gab?

Find ich ja irgendwie logisch. Einige davon sollen tatsächlich nicht unerfolgreich gewesen sein.
Eine der bekanntesten war Anne Bonny. Sie war laut Überlieferung die uneheliche Tochter eines angesehenen Juristen und seiner Dienstmagd. Die Familie wanderte aufgrund der „Schande“ nach Amerika aus und der Vater wurde ein erfolgreicher Plantagenbesitzer.
Anne war es vermutlich auf Dauer zu langweilig auf der Plantage und so zog es sie abenteuerlustig, wie sie war, in den Hafen.
Gerüchten zufolge, wurde sie dort von betrunkenen Matrosen belästigt. Die dürften es sich, nach der Abreibung, die sie ihnen verpasst hat, aber das nächste Mal genauer überlegt haben, wen sie belästigen.

Dann heiratete sie einen Seemann, fuhr nach Nassau, verließ ihren Mann, heuerte auf dem Schiff eines Piraten an, fand sich einen neuen Lover, machte den ein oder anderen kalt, der sich darüber aufregte, dass eine Frau auf einem Piratenschiff war, und erwarb sich einen ziemlich radikalen Ruf.

Ich stell mir Anne Bonny rothaarig mit wilden Locken, Sommersprossen und einem überlegenen Grinsen im Gesicht vor. Wer von Euch Karibiksonne oder Karibikstürme gelesen hat, kann sich bestimmt vorstellen, welcher Figur sie dort als Vorlage gedient hat.

Und sie wird sicher wieder auftauchen und womöglich noch ein bisschen mehr zu sagen haben.

Apropos sagen.
Als Annes Kariere einen markanten Knick bekam und sie im Kerker landete, weil das Schiff mit dem sie und ihre Freundin Mary Reed ihr Unwesen getrieben hatten, aufgrund der alkoholbedingt kampfunfähigen männlichen Besatzung angegriffen und eingenommen wurde, hat sie wohl einem ihrer Lover, eine sehr deutlich Ansage mit auf den letzten Weg gegeben:

I’m sorry to see you here, Jack, but if you’d fought like a man, you wouldn’t need to hang like a dog.

Quelle: Wikipedia

Tja das waren raue Zeiten, damals in der Karibik 😉

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Karibikstürme veröffentlicht

Heute ist der zweite Teil meiner Karibikreihe veröffentlicht worden.

Karibikstürme

karibikstürme_blog

Der attraktive Piratenkapitän Myles Mortens hat nur noch einen einzigen Coup vor sich. Er möchte einen legendären spanischen Schatz heben, bevor er sich auf einer schönen Insel zur Ruhe setzt und sein Leben genießt. Doch ein Sturm treibt ihm einen Passagiersegler in die Quere, der die schöne Helen St. James zu den Bahamas bringen soll. Mit seiner lang ersehnten Ruhe ist es schlagartig vorbei. Er muss sich gegen ungewohnte Gefühle und eine aufkommende Meuterei wehren.

Bei der Gelegenheit möchte ich mich einmal hochoffiziell bei meiner bisher noch geheimen dritten Testleserin – meiner lieben Kollegin Susan Clarks – bedanken, die vor allem die Karibikreihe mit Argusaugen gegenliest, und falls ich mal wieder ein Kaffeekränzchen einbaue, wo keines hingehört, kurz aber bündig darauf hinweist 😉

Danke Susan, Du wirst leider nicht drum rum kommen noch den einen oder anderen Piraten und vielleicht auch mal wieder einen Vampir zu lesen 😉 Genauso wie meine beste Freundin Susi, die immer die Locations gegenchecken muss und manchmal auch die Preise der Drinks, und meine liebste Schwester, die grundsätzlich alles toll zu finden hat.

Wie heißt es bei den Piraten so schön?

Mitgefangen – Mitgehangen 😉