Artikel

Fantasy verwebt mit History

Kürzlich wurde ich in einem Interview gefragt, weshalb die Vampire aus der „Into the dusk“ – Reihe oft aus dem 17. Jhd. stammen.
Der Grund dafür ist eigentlich einfach. Ich habe ein Faible für Geschichte – nicht nur für Geschichten 😉 .
Dass die Vampire der ersten beiden Teile gerade diese Zeit erwischt haben, um geboren zu werden, war zwar eher Zufall, aber ich mag die Hintergründe, die sich da für meine Idee bieten.

Zum Beispiel:

Alexandre aus „Schwur der Vergangenheit“ hat im Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648) gekämpft und daraus ergaben sich die Verbindungen mit dem Land seiner Herkunft – Frankreich und der seines Feindes – Schweden. Sein Geburtsjahr habe ich mir auf 1607 errechnet und auch einen Tag dazu erfunden, nämlich den 27. Oktober, weil ich wollte, dass er vom Sternzeichen Skorpion ist. 😉 Tja und von diesem Sternzeichen hat er sicher einige Eigenschaften mitbekommen …

Arran aus „Klang der Finsternis“ kommt hingegen aus Schottland und hat in der Schlacht bei Dunbar sein menschliches Leben gelassen. Dafür habe ich mir allerdings nicht die Schlacht aus dem ersten schottischen Unabhängigkeitskrieg 1296 ausgesucht, weil ich Arran nicht ganz so „alt“ sein lassen wollte, sondern eine spätere von 1650 gegen Cromwell. Und da Arran für immer dreißig sein sollte, musste er 1620 geboren worden sein – im Sternzeichen der Waage, für die, die es ganz genau wissen wollen. 😉

219_bookKylan aus „Glut des Vergessens“ ist da schon wesentlich älter. Aber da diese Geschichte erst im Mai erscheint, will ich euch nicht zuviel verraten.

Allerdings muss ich gestehen, dass ich mir hier, wie auch in meinen Piratengeschichten, die Fakten mitunter so zurechtbiege, wie ich sie dann letztendlich brauche.

Schließlich ist es ja meine Welt, in der sich meine Figuren bewegen und ich halte es mit Pippi Langstrumpf – Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt 😉

(Die Coverbilder enthalten einen Partner-Link zu Amazon)

Artikel

Marine und Piraten, zwei Welten?

Ich schreibe ja gerade wieder einmal an einer Piratennovelle. Bei der Recherche dazu bin ich über interessante Fakten zu den Marineschiffen der britischen Armee aus der Zeit um 1720 gestolpert.
Die wurden damals schwimmende Hölle genannt. Viele der Seeleute wurden zwangsverpflichtet und trotz der Todesstrafe, die auf Desertion stand, bevorzugte so mancher dieses Risiko, anstatt sich unter die absolute Kommando- und Strafgewalt eines oftmals tyrannischen und sadistischen Marinekapitäns zu begeben.

Also, auch wenn es auf den Piratenschiffen absolut nicht gesittet zuging, so hatten die Piraten zumindest die Möglichkeit den Kapitän abzusetzen, wenn sie sich trauten 😉 Einmal flugs über Bord geworfen und man konnte einen neuen wählen.
Genauso hatte jeder Pirat die Möglichkeit zum Kapitän aufzusteigen, wenn er genug Grips und/oder Kraft besaß, oder sich ein eigenes Schiff beschaffte.
Bei den Marineleuten war dies ungleich schwieriger. Zum Offizier wurde man normalerweise nur, wenn man hochgestellte Gönner hatte, so dass die Offiziersschicht meist nur aus Adeligen bestand und die wurden sicherlich auch nicht gleich ausgepeitscht, wenn sie mal zu fröhlich in den Rumtopf gelacht hatten.

Ich denke mir trotzdem, auch wer sich als Adeliger freiwillig in einen solchen Dienst begeben hat, muss schon triftige Gründe gehabt haben. Es war ja nicht so, dass neben der harten Disziplin auf dem Schiff, sonst alles Friede, Freude, Eierkuchen gewesen wäre. Man bedenke ja nur mal das Wetter. Wenn die über den großen Teich segeln mussten, die waren ja wochenlang unterwegs. Wie oft sind sie in extreme Stürme geraten, wie hoch waren da die Verluste unter den Seeleuten? Oder die Ernährung. Was war denn nach den langen Wochen Fahrt noch in den Fässern? Krankheiten taten das übrige.

Ne, da kann ich das Zitat des Piraten Bartholomew Roberts, das ich für diesen Post ausgegraben hatte, gleich noch mehr nachvollziehen, auch wenn er damit Arbeit im herkömmlichen Sinn gemeint hat.

Als dann, Ohren steif halten, damit die Brise sie nicht wegweht 😉