Marine und Piraten, zwei Welten?

Ich schreibe ja gerade wieder einmal an einer Piratennovelle. Bei der Recherche dazu bin ich über interessante Fakten zu den Marineschiffen der britischen Armee aus der Zeit um 1720 gestolpert.
Die wurden damals schwimmende Hölle genannt. Viele der Seeleute wurden zwangsverpflichtet und trotz der Todesstrafe, die auf Desertion stand, bevorzugte so mancher dieses Risiko, anstatt sich unter die absolute Kommando- und Strafgewalt eines oftmals tyrannischen und sadistischen Marinekapitäns zu begeben.

Also, auch wenn es auf den Piratenschiffen absolut nicht gesittet zuging, so hatten die Piraten zumindest die Möglichkeit den Kapitän abzusetzen, wenn sie sich trauten 😉 Einmal flugs über Bord geworfen und man konnte einen neuen wählen.
Genauso hatte jeder Pirat die Möglichkeit zum Kapitän aufzusteigen, wenn er genug Grips und/oder Kraft besaß, oder sich ein eigenes Schiff beschaffte.
Bei den Marineleuten war dies ungleich schwieriger. Zum Offizier wurde man normalerweise nur, wenn man hochgestellte Gönner hatte, so dass die Offiziersschicht meist nur aus Adeligen bestand und die wurden sicherlich auch nicht gleich ausgepeitscht, wenn sie mal zu fröhlich in den Rumtopf gelacht hatten.

Ich denke mir trotzdem, auch wer sich als Adeliger freiwillig in einen solchen Dienst begeben hat, muss schon triftige Gründe gehabt haben. Es war ja nicht so, dass neben der harten Disziplin auf dem Schiff, sonst alles Friede, Freude, Eierkuchen gewesen wäre. Man bedenke ja nur mal das Wetter. Wenn die über den großen Teich segeln mussten, die waren ja wochenlang unterwegs. Wie oft sind sie in extreme Stürme geraten, wie hoch waren da die Verluste unter den Seeleuten? Oder die Ernährung. Was war denn nach den langen Wochen Fahrt noch in den Fässern? Krankheiten taten das übrige.

Ne, da kann ich das Zitat des Piraten Bartholomew Roberts, das ich für diesen Post ausgegraben hatte, gleich noch mehr nachvollziehen, auch wenn er damit Arbeit im herkömmlichen Sinn gemeint hat.

Als dann, Ohren steif halten, damit die Brise sie nicht wegweht 😉

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