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Warum Vampire?

Manchmal frage ich mich tatsächlich selbst, was mich an den Vampiren so fasziniert, dass ich so gern über sie schreibe.
Sicherlich reizt das Thema Unsterblichkeit, auch die unwiderstehliche Anziehungskraft dieser Spezies fasziniert oder auch die Möglichkeit den perfekt unperfekten Kerl zu erschaffen 😉
Aber ich denke, am Meisten reizt mich die Möglichkeit, ihnen eine historische Herkunft zu geben. Ich war schon immer ein Fan von Geschichte und gerade bei den Vampiren kann ich so richtig schön in der Recherche über alte Zeiten schwelgen und entdecke dabei immer wieder Neues, das ich möglicherweise anderen Geschichten als Idee zugrunde legen kann.

In meiner Vampir-Reihe »Into the dusk« hat tatsächlich kaum einer der Vampire den gleichen geschichtlichen Herkunftszeitraum.

Alexandre de Mirecourt aus Schwur der Vergangenheit (ITD 1) und Erbe der Vergangenheit (ITD 5) stammt aus dem dreißigjährigen Krieg und zog kämpfend für sein Land umher (mehr oder weniger 😉 )

Arran McRae aus Klang der Finsternis (ITD 2) lebte als Mensch um 1650 in Schottland und ließ im ersten schottischen Unabhängigkeitskrieg sein Leben, was er so sehr allerdings nicht bereut, weil er mehr der Musik und der Kunst zugetan ist, als dem Schwert. Sein »neues Leben« bietet ihm dahingehend deutlich mehr Optionen.

Kylan Invarsson aus Glut des Vergessens (ITD 3) ist ein steinalter Winkinger dem die Liebe zum Verhängnis wurde, obwohl er ja eigentlich ein ganz cooler Typ ist.

Die bisher einzige Vampirin in meinen Geschichten, Marie-Fleur de Bourbon in Fluch der Unendlichkeit (ITD 4), war, wie der Name sicherlich vermuten lässt, ziemlich aktiv in die Partys am französischen Königshof verwickelt, bevor sie ihr verhasster Schöpfer aus ihrer Glanz- und Glamourwelt gerissen hat. Dafür hasst sie ihn mehr, als sie ihr Leben geliebt hat.

Liam Uí Madadhan aus Rache der Eitelkeit (ITD 6) habe ich allerdings keinen so explizit bekannten historischen Hintergrund zugeteilt. Er weiß zwar, wann und wo er gelebt hat – natürlich in Irland, irgendwann, als es noch interessant war zu kämpfen – aber wie und warum ihn sein menschliches Leben verlassen hat, ist ihm nicht mehr in Erinnerung. Möglicherweise war er betrunken oder der vampirische Gegner hatte ihn so schnell überlistet, dass er es gar nicht mitbekommen hat. Wenn man seine Geschichte kennt, ist der zweite Schluss nicht ganz abwegig, denn er lässt sich gern einmal von der holden Weiblichkeit ablenken und übersieht dann so manchen Hinweis, dass etwas nicht stimmt.

Leandro aus Flüstern der Dunkelheit (ITD 7) fehlt so ziemlich jede Erinnerung und dummerweise auch jedes Gefühl. Ich wusste allerdings von Anfang an, wo er herkam und wie ihn sein Schicksal ereilte. Das kann ich jetzt leider nicht verraten, weil das Teil der Geschichte ist, nur soviel: Er weiß es am Ende dann auch wieder 😉

Tja, auch wenn ich mich dieses Jahr in andere unsterbliche Gefilde begeben habe, vermute ich, dass mich die Vampire irgendwann in nächster Zeit wieder zurückholen werden, da hilft auch ein großer Kranz aus Knoblauch nicht 😉

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Die Spannung steigt …

… die neue Geschichte geht tatsächlich dem Ende zu. Zumindest der erste Teil davon. Die hat sich nämlich in den Kopf gesetzt länger zu werden, als meine üblichen und ich fürchte, ich werde den ersten Cliffhanger meiner Schreibzeit einbauen.
Gemein oder? 😉
Manche Dinge kommen einfach über einen, ohne dass man sie ändern könnte und diesmal war es halt eine kleine Gemeinheit.
Ich könnte natürlich auch ein abgeschlossenes Ende schreiben, aber es blieben trotzdem einige Fragen offen und so gemein der Cliffhanger auch sein könnte, es weiß ja doch jeder, dass ich am Liebsten Happy Ends schreibe. Oder vielleicht doch ausnahmsweise mal nicht? 😛

Ich weiß schon, lauter leeres Zeug, das ich da wieder schwafele. Aber damit ich zumindest etwas verrate, das ihr noch nicht wisst, in der Geschichte kommt auch ein Sheriff vor. Ob der sexy ist oder nicht, das bleibt erst mal so dahingestellt, das müsst ihr dann selbst herausfinden.

Damit ihr noch eine Idee bekommt, wie es in der Gegend aussieht, in der die Story spielt, hier noch ein Foto 🙂

Dankeschön wie immer an Susi für die Leihgabe 😉

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Wüstenhitze

Na heute hat es glatt die richtige Temperatur, um mit meiner Protagonistin mitzufühlen, wenn sie in ihren Kaktusstiefeln in den Superstition Mountains umher stapft.
Auch wenn man es kaum glauben möchte, diese Berge gibt es wirklich.
Ist der Name nicht eine herrliche Vorlage für eine phantastische Geschichte? Manchmal möchte ich den Zufällen danken, die mich beim Recherchieren immer wieder in solche Gegenden führen. Allerdings hänge ich dann dort mitunter länger fest, als es für meine Geschichte notwendig wäre und häufe eine Menge nutzloses Wissen an.
Wobei nutzlos eher relativ ist.
Man kann solche Nutzlosigkeiten auch dazu verwenden, sein Gegenüber zu verblüffen. Vor allem wenn das Gegenüber keinen Schimmer hat, woher man das alles weiß und vor allem, warum zum Teufel man das überhaupt wissen will 🙂 Ich liebe diese fragenden Gesichtsausdrücke, die dann meist folgen. Da macht das Recherchieren gleich noch viel mehr Spaß.

Aber für heute reicht’s. Die Tastatur hat sich bereits vollgesaugt und da ich letzte Woche mein Notebook lahmgelegt habe, sollte ich vielleicht besser aufpassen, dass mir das mit dem Hauptrechner nicht auch passiert.

Somit, schönes Wochenende und treibt es nicht zu heiß, schwitzen werdet ihr von selbst 😉

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Was einem als Autor so durch den Kopf geht …

ist manchmal selbst für mich erstaunlich, obwohl es meine eigenen Gedanken sind.
Zum Glück schreibe ich ja eher in der Fantasie Richtung, somit muss ich mir zumindest keine Sorgen machen, was da beim Denken rauskommt. Ich kann es immer ganz wunderbar auf das Genre schieben. 😉

Vor einer Weile, als ich an „Erbe der Vergangenheit“-Into the dusk 5 schrieb, musste ich mich tatsächlich fragen, ob Vampire schwitzen (Wer die Geschichte schon gelesen hat, weiß, was der Grund dafür war 😉 ). Gut damals war es auch heiß in meinem Büro, da erscheinen einem solch essentiellen Fragen des Lebens noch weniger abwegig.

Teil 7 (Den Titel kann ich an dieser Stelle leider noch nicht verraten) wirft nun die Problematik auf, was aus Vampiren wird, wenn sie zu Staub zerfallen sind.
Können Vampire auch zu Geistern werden?
Oder zerfallen sie einfach nur zu Staub und das war’s dann, weil sie ja eigentlich bereits mit dem Vampirwerden ein Leben nach dem Tod hatten?
Und was wird eigentlich aus Geistern, wenn sie lange genug gegeistert haben? Wann ist lange genug eigentlich vorbei? Wer bestimmt das? Ist es vorbei, wenn die Seele endlich ihre letzte Mission erfüllt hat und zur Ruhe kommt?
Wenn die Seele den Geist ausmacht, könnte es aber tatsächlich für einen Vampir schwierig werden zu einem Geist zu werden. Denn angeblich haben Vampire ja keine Seele mehr – da (un)tot und nur noch als (zumeist sexy) Hülle unterwegs. Wobei ich diese Theorie vehement bestreite, wenn ich meine Untoten ansehe. Irgendwas ist in dieser Hülle sehr wohl verpackt und ich frage mich nur bei ganz wenigen Exemplaren, was das sein soll.

Ich muss gestehen, bevor ich zu schreiben begonnen hatte, was zugegebenermaßen jetzt auch schon eine Weile her ist, hätte ich mir nie gedacht, dass sich derartige Fragen vor acht Uhr morgens einfinden könnten. Oder mich gar, wie heute wieder, um fünf aus den Federn zerren, um bedacht zu werden.

Aber auch Morgenstund hat offenbar nicht immer Gold im Mund. Noch bin ich nicht schlauer, als vorher.

Ich mach mir besser einen zweiten Kaffee, der soll ja angeblich das Denken anregen 😉

Schönen Freitag wünsche ich euch und einen guten Rutsch ins Wochenende, wobei auch Wochenenden für Autoren meist nur eine Marke im Kalender sind, weil die ewigen Fragen der Menschheit sie trotzdem zu den unmöglichsten Uhrzeiten zum Computer oder zumindest zu Block und Stift drängen.

Was für ein Stress auch 😉

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Sommer, Sonne – schwitzen Vampire?

Also heut ist eindeutig kein Vampirwetter. Die kämen ganz schön ins Glitzern. Meine zwar eher nicht, weil die nicht zum Glitzern neigen, es sei denn sie schwitzen.
Aber tun sie das?
Schwitzen Vampire?
Im Prinzip sind sie ja eher kalt. Wie alles, was tot ist. Außer sie haben gerade eine Menge frischen Blutes intus, das noch warm ist. Ansonsten haben sie höchstens Umgebungstemperatur. Wobei das in diesen Tagen ja schon wieder normale menschliche Körpertemperatur wäre. Selbst im Schatten könnte man vermutlich an der Körpertemperatur nicht erkennen, dass man einen Vampir vor sich hat.
Aber wagen sie sich bei diesem Wetter nach draußen? In die Sonne sicher nicht. Aber möglicherweise haben sie ja überdachte Terrassen, auf denen sie die Sonne nicht erwischen kann und sie liegen gemütlich auf der Liege und genießen das Leben. Besser gesagt, die Existenz. Tot und Leben widerspricht sich ja dann doch etwas. Deshalb vermeiden die meisten Vampire den Ausdruck Leben. Und doch existieren sie.
Aber das beantwortet auch nicht meine Frage, ob sie schwitzen. Schwitzt alles, was existiert?

Manchmal hat man ja das Gefühl, dass sogar Steine schwitzen. Kein Tippfehler, ich meinte tatsächlich Steine und nicht Schweine. 😉 Aber bei den Steinen ist es wohl eher so, dass der Wasserdampf der Luft sich daran niederschlägt, weil die Steine manchmal tatsächlich mit der Lufttemperatur nicht mehr mithalten können, zumindest solange sie nicht der Sonne ausgesetzt sind.

Somit könnte auch bei den Vampiren eine gewissen Feuchte auf der Haut auftreten. Denn sie sind ja, wie anfangs schon bemerkt, üblicherweise höchstens so warm wie die Umgebungstemperatur. Und wenn sie dann im Schatten liegen, könnte es ihnen wie den Steinen ergehen. Sie werden zwangsbefeuchtet von der gesättigten Luft.

Aber das ist natürlich kein echter Vorgang des Schwitzens. Zum Schwitzen müsste erst einmal genügend Feuchtigkeit im Vampirorganismus vorhanden sein. Trifft das zu? Theoretisch ja. Blut enthält ja einiges an Wasser, sonst würde es durch unsere Adern kugeln und nicht fließen. Somit nimmt der Vampir bei jeder Mahlzeit genügend Flüssigkeit zu sich. Quasi dicke Suppe. Und da ich nicht wüsste, dass die Vampire diese Flüssigkeit anders entsorgen, müssen sie die wohl durch schwitzen loswerden.

Hm, warum wollte ich das eigentlich so genau wissen?
Wenn ich ehrlich bin, ich habe keine Ahnung. Vielleicht liegt es daran, dass ich in meinem Büro äußerst angenehme 28 Grad verspüre und sogar meine Tastatur ins Schwitzen kommt.

Na dann, frohe Flüssigkeitsaufnahme, in welcher Form auch immer. 😉