Textschnipsel aus Klang der Finsternis

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Vor uns tauchte eine Burg auf einer kleinen Insel im See auf, die genau so wirkte, wie man es von Werbefotos für die schottischen Highlands kannte – düster und unnahbar. Keinerlei romantisch anmutender Firlefanz, wie die Märchenschlösser in Deutschland oder Österreich, sondern die karge Zweckmäßigkeit einer Festung zum Schutz vor den Angreifern des dunklen Mittelalters.

Julies erster Eindruck der Burg in den Highlands

Ich nickte abwesend. Das Bild eines Mannes, das etwas abseits in einer schmalen Nische hing, hatte meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Er stand breitbeinig auf einem kleinen Hügel und schwang heldenhaft mit beiden Händen ein großes Schwert über dem Kopf – gleich der Darstellung eines Racheengels.

Julie ist fasziniert von dem Mann auf dem Bild – wer er wohl war?

Vorsichtig lugte ich durch den Türspalt. Ich musste zweimal hinsehen. Meinen Chef hatte ich mir eigentlich anders vorgestellt. Für einen Kunstsammler war er viel zu jung, zumindest nach meiner Erfahrung. Er konnte kaum älter als fünfunddreißig sein. Und einen gebürtigen Schotten aus einem der alteingesessenen Clans hatte ich mir auch eher als bärbeißigen, rothaarigen, vollbärtigen, Baumstamm werfenden Hünen im Schottenrock vorgestellt.

Julies erster Blick auf Arran Craig McRae

Von irgendwoher erklang eine Melodie, gespielt auf einer Geige. Tiefe Sehnsucht lag darin und ein Gefühl zum Dahinschmelzen.

Julie hört Arran Geige spielen

Der Wind säuselte leise im Gebälk, und es war nicht besonders warm in diesem Raum. Arran ließ mich erst wieder von seinen Armen, als er vor seinem ziemlich großen runden Bett stand, das sich in der Mitte des Raumes befand. Man konnte in jede beliebige Himmelsrichtung aus einem Fenster sehen. Die Scheiben der Fenster waren stark getönt, aber die vorbeiziehenden Wolkenfetzen waren dennoch deutlich zu erkennen. Arran gab dem Bett einen kleinen Schubs und es drehte sich wie ein Karussell.

Ich hätte auch gern so ein Bett in einem Turm, wenn ich ehrlich bin – Anmerkung der Autorin ;-).

»Weißt du, da bist du nich’ die Einzige, die so was wie mich nich’ kennt. Es gibt nich’ viele von meiner Art, aber es wär doch auch langweilig, wenn alle gleich wär’n, oder?«

Agnais – oder besser Nessie, als Julie entdeckt, dass nicht jeder das ist, was er zu sein scheint

Das Erste, was ich wahrnahm, war das leise Spiel einer Geige. Ich konnte mich nicht erinnern, wo ich war und wie lange ich nicht bei Bewusstsein gewesen war. Es war dunkel, nur der Schein von Feuer erhellte ein paar Bereiche des Raumes. Ich war verwirrt und hatte das Gefühl, in einem meiner üblen Albträume zu erwachen. Ruckartig setzte ich mich auf. Die Musik brach sofort ab.

Julie und Arran

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