Textschnipsel aus Rache der Eitelkeit

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»Sehen wir uns wieder?«, fragte sie und erprobte sich an einem verführerischen Unterton in der Stimme, der sich allerdings anhörte, als würde sie mit einer Feile über rostiges Eisen kratzen.
Ich verdrehte die Augen. Diese Frage verursachte mir immer Übelkeit, weshalb ich mich normalerweise auch still und leise davonzuschleichen versuchte. »Ich fürchte, Honey, ich bin in der nächsten Zeit schwer beschäftigt«, antwortete ich, bevor ich die Tür schloss.
»Ist ja schön, dass du mich Honey nennst«, kommentierte Alex. »Womit bist du denn so schwer beschäftigt?«
»Alex, du nervst.« Er lachte.
»Was willst du eigentlich? Es ist mitten in der Nacht.«
»Mitten in der Nacht? Es ist noch nicht mal elf Uhr bei euch, und du schläfst doch sowieso nicht. Oder habe ich was verpasst?«

Liam und Alex am Telefon

Ein bestialischer Gestank kam auf. Er hielt sich die Nase zu. Welch ein Glück, dass er in seiner menschlichen Gestalt hier stand. In seiner wahren hätte er wohl sofort Reißaus genommen. Er verzog das Gesicht, als er sah, wie eine krallenbewehrte, haarige Klaue nach den letzten Steinen griff, die den Weg versperrten. Ob dieses eklige Etwas, das da aus den Tiefen der Hölle zu kommen schien, oder zumindest aus den Abwasserkanälen darüber, ihm gefährlich werden könnte? Die Wahrscheinlichkeit ging gegen null, soweit er über die Wesen der verborgenen Welt Bescheid wusste. Es sei denn, es versuchte, ihn zu Tode zu stinken.

Angus, als er das stinkende Etwas entdeckt

Sie sah zum Fenster. Ein Schatten fiel in das Zimmer herein und schien für eine Sekunde zu verweilen, fast, als würde sein Verursacher nach etwas suchen. Sie drückte sich schnell in den Sessel zurück und zog ihre Beine an, in der Hoffnung, sie würden vollständig von den großen Lehnen verdeckt werden. Langsam wanderte der Schatten durchs Zimmer. Sie wagte nicht mehr zu atmen. Gänsehaut überzog ihren ganzen Körper, als er bedenklich nah an sie herankam. 

Polina und der Schatten

Ich schob meine Sonnenbrille nach oben, weil Menschen gern demjenigen in die Augen sahen, mit dem sie sprachen, wobei sie der irrigen Ansicht waren, dass sie dadurch leichter erkennen konnten, ob jemand die Wahrheit sagte. Die meisten ahnten nicht einmal, wie gut man lügen konnte, ohne auch nur ein einziges verräterisches Zeichen von sich zu geben. Man musste sich nur keine Gedanken um die Konsequenzen machen.

Typisch Liam

»Was macht eigentlich dein Job?«, fragte Tom.
»Nichts, ist langweilig, wie erwartet.«
»Tatsächlich?«
»Ja, warum?«
»Hab mich nur gewundert, dass du mit solch einem Eifer dabei bist, dass du erst am Morgen wieder vorbeischneist.«
»Hab die Sekretärin nach Hause gebracht. Es war schon spät, und so ein idiotischer Schatten treibt seit ein paar Tagen Schabernack mit ihr. Sie hatte Angst.«
»Ah, ganz was Neues. Liam, der Beschützer der Frauen. Ist sie blond?«, fragte Saphire, die zur Tür hereingekommen war und sich unglücklicherweise unbedingt zu uns gesellen musste, um sich ihre Nägel blutrot zu lackieren.
»Ist doch völlig egal, welche Haarfarbe sie hat. Was hilft es mir, wenn sie nicht zur Arbeit erscheint? Dann kann ich die Einteilung meiner Dienstpläne auch noch selbst machen«, knurrte ich.
Saphire und Amber warfen sich bedeutungsschwangere Blicke zu. Ich hätte sie am liebsten erwürgt.

Liam, als er ertappt wird, dass die Sekretärin in ihm doch irgendwie Gefühle erweckt

»Wer ist denn der Typ, der da so schräg an der Wand klebt? Oder soll das Kunst sein?«, fragte Saphire und deutete auf den ziemlich lädierte Korpus, der am anderen Ende des Raumes noch halb an der Wand hing.
»Hast du den so zugerichtet?«, fragte ich Angus. Der zuckte nur mit den Schultern. »Diese Zombies halten wohl nicht allzu viel aus. Aber ich würde mich nicht darauf verlassen, dass der nicht wieder wird.«

Tja, was soll ich dazu sagen – Saphire, Liam, Angus und ein halber Wendigo

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