Autorenleben, Neueste, Piraten, Vampire
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Autoren sind grausam …

Autoren sind grausam zu ihren Helden

… zumindest was die Gemeinheiten angeht, die sie ihren Helden angedeihen lassen.

Dabei mag ich die Kerle ja, über die ich schreibe, egal ob es Vampire oder Piraten sind. Da mache ich wirklich keine Unterschiede. Aber Alexandre aus „Schwur der Vergangenheit“ und „Erbe der Vergangenheit“ habe ich gleich zweimal ins Messer laufen lassen -buchstäblich. Ich würde mich nicht wundern, wenn er sich weigert, noch einmal in einer meiner Geschichten mitzuspielen.

Auch für Bücherhelden ist das Leben kein Wunschkonzert

Aber so ist das Leben halt – irgendwie. Auch für Bücherhelden ist es kein Wunschkonzert, da können sie sich noch so drüber ärgern.

Was hat der Myles aus „Karibikstürme“ geschimpft, weil er eine ganze Geschichte lang darum kämpfen musste, endlich in seine Hängematte fallen zu dürfen.  Ich gestehe, mir hat es Spaß gemacht, den Schwerenöter noch einmal richtig auflaufen zu lassen und manchmal überlege ich gar, ihn wieder aus seiner Hängematte zu schütteln, um mich selbst da hinein zu hauen. Schön angewärmt, unter Palmen auf St. Barth. Aber vielleicht wär das dann echt zu gemein.

Oder Liam aus „Rache der Eitelkeit„, der so sehr von sich überzeugt ist, dass ihm in seiner vampirischen Existenz ohnehin nichts entgehen würde, weil er ja stärker, gerissener und – seiner Meinung nach – auch deutlich intelligenter als ein einfacher armer Sterblicher ist. Höchst eingebildet wäre die richtige Bezeichnung für den Kerl. Na ja, ich wäre nicht seine Schöpferin, wenn ich nicht wüsste, wie ich ihm diesen Zahn ziehen sollte.
Wobei ich mir nicht sicher bin, ob der überaus schlecht riechende Gegner, den ich ihm in den Weg geschubst hab, ihn so nachhaltig beeindruckt hat, dass er bescheidener geworden wäre. Aber wir wollen auch keinen bescheidenen Liam, oder? Der wäre ja langweilig.

Ich muss allerdings zugeben, den größten Spaß hat es mir gemacht, dem überaus schweigsamen Wikinger Kylan eine Frau an seine Seite zu stellen, die ihm sein tausend Jahre altes störrisches Wesen etwas durcheinander gebracht hat. Wobei diese Geschichte fast nicht fertig geworden wäre, weil die beiden sich hartnäckig weigerten, einzugestehen, dass sie einander furchtbar interessant fanden.

Aber Autoren haben auch ihre schwachen Momente

Hin und wieder habe ich aber auch meine schwachen Momente.

Arran aus „Klang der Finsternis“ hat mir von Anfang an ein bisschen leid getan, so einsam auf seiner Burg in den schottischen Highlands mit seiner Geige und dann muss er sich auch noch mit Dämonenblut besudeln lassen.

Aber so ist es halt, wenn die Fantasie mit der Autorin durchgeht. Er hat ja auch sein Happy End bekommen, ganz so grausam bin ich nun doch nicht. Ich mag ja selbst keine Geschichten, die keine Happy End haben. Da könnte ich mir gleich, das Leben selbst ansehen.

Immer mit Happy End

Bei manchen Geschichten sah es aber nicht immer so aus, als würde das Happy End noch kommen. Bei Alexandres zweiter Geschichte „Erbe der Vergangenheit„, hatte er doch arg zu kämpfen sein unendliches Dasein zu behalten. Und dann musste er sich auch noch seine frühen Schandtaten vorhalten lassen. Gute Lust hätte ich, darin noch ein bisschen zu graben.  Ob ihn das ärgern würde?

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