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Welches Fantasywesen wärst du gern?

Kürzlich habe ich auf Instagram die Frage gestellt, welche Fantasywesen meine LeserInnen und KollegInnen gerne wären. Da kamen dann so schöne Figuren wie die gute Fee oder auch eine Waldelbin und ein hübscher Drache zum Vorschein.

Ich konnte mich allerdings nicht festlegen. Nur warum eigentlich? Möchte ich kein Fantasywesen mit übermenschlichen Kräften sein?

Welches Fantasywesen hat welche Eigenschaften?

Wenn ich so überlege mag ich eigentlich meine menschliche Haut recht gern, auch wenn sie relativ anfällig ist, im Vergleich zu Drachenhaut, die noch dazu sehr viel langsamer altert. Aber will man sich deswegen wirklich immer wieder von einer Pelle zur anderen quälen? Und was macht man dann mit den Klamotten? Meine Drachenmädels hängen sich die immer an eine Kralle oder Schuppe, wenn sie mal schnell die Art wechseln müssen. Wobei sie sich auch nicht genieren würden, nackt herumzulaufen, wenn sie sich wieder in ihre menschliche Gestalt verwandeln. Na ja, meins wär das nicht und vor allem fällt man in der Stadt damit ja auch noch unangenehm auf.

Genauso verhält es sich mit den anderen Gestaltwandlern. Als Werwolf schindet man zwar sicherlich Eindruck, aber der Fellwechsel – dieses ewige Haare aufkehren – ich glaub das wär mir zu lästig.

Fledermaus wär noch recht nett, da könnte man zumindest fliegen und verliert keine Federn. Aber das Image – puh – das war ja früher schon nicht gut und neuerdings vermeiden sogar Vampire sich zu Fledermäusen zu verwandeln, weil die armen Tiere sogar negativ ins Visier nicht fantasyaffiner Menschen gerückt sind.

Ich vermutet mal, auch wenn ich noch eine Weile die diversen Gestaltwandlertypen durchgehe, ich finde keine, die mir für mich selbst so recht zusagt.

Was ist mit den Vampiren?

Vampir zu sein, könnte ich mir theoretisch interessant vorstellen. Zumindest wenn ich mich nicht verwandeln muss. Nur will ich immerzu kalt sein? Mich friert ja ohnehin schon, wenn die Außentemperatur unter zwanzig Grad fällt. Puh. Und dann ständig diese Sonnenallergie, wo ich doch erst bei Sonnenschein so richtig aufblühe.
Und dann noch dieser ewige Weltschmerz, den so mancher Angehörige der Vampirfraktion Jahrhunderte mit sich rumträgt. Den brauch ich schon gar nicht. Da wären mir dann doch die Werwölfe wieder näher, die denken im allgemeinen nicht so viel nach und wollen eigentlich nur ihr Ding durchziehen.

Nö, ich seh schon. Auch wenn Vampire meine Lieblingsfiguren sind, selber möchte ich nicht zu der Spezies gehören.

Was ist mit Meereswesen?

Nixen, Nyphen, Wasserfrauen und -männer. Wäre vielleicht eine Option. Ich könnte mir gut vorstellen, dass ich mich im Wasser wohl fühle, beziehungsweise, weiß ich, dass ich mich da wohl fühle. Solange es nicht zu kalt ist. Ich müsste demnach eine Nixe in der Karibik werden. Zwischen Korallenriffen rumtauchen, Schätze suchen und ab und an unter Palmen liegen.

Ja, das käme in der Tat schon eher hin. Nur der Nachteil ist auch da wieder die Verwandlung, denn unter Palmen ist ein Fischschwanz dann doch wieder eher hinderlich.

Bleiben nur die menschenähnlichen Fantasywesen.

Feen und Elfen. Die sind nett und freundlich. Zumindest die Guten der Gattung. Aber eine böse Fee oder eine Dunkelelfe würde ich auch eher nicht sein wollen.

Wenn ich ehrlich bin, wäre ich ganz gern eine Hexe. Eine gute. Wenn ich auch vermutlich meine Hexenkräfte zu manchem Schabernack einsetzen würde und auch um den einen oder anderen unmöglichen Mitbewohner auf diesem Planeten, mehr oder weniger freundlich darauf hinzuweisen, dass er sich besser wieder in der Höhle verkriechen sollte, aus der er gekrochen war und alle anderen in Ruhe lassen soll.

Und ich würde mit Sicherheit meine Geschichten nicht mehr mühselig selbst in den Computer tippen, sondern ihm diktieren, was er zu schreiben hat.

Wobei, dafür bräuchte ich noch nicht mal Hexenkräfte, sondern einfach nur das richtige Programm.

So wie es aussieht wird es heute tatsächlich nichts mehr mit meiner Wahl zu meinem favorisierten Fantasywesen Ich. Vielleicht gehe ich besser schreiben – und wer weiß, vielleicht erfinde ich ja mal ein Wesen, das es so noch nicht gibt und in dessen Haut ich wirklich schlüpfen würde, wenn ich könnte.

Wie sieht es bei dir aus? Welches Fantasywesen wärst du gern?

Erzähl mir gern in den Kommentaren von deinen Vorstellungen, welches Wesen du gerne wärst.

Ich wünsch dir noch einen schönen Tag und viel Fantasy!

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wie entsteht eine geschichte

Wie entsteht eigentlich eine Geschichte?

Wir hatten kürzlich auf Instagram unter dem Hashtag #autorensonntag die Diskussion, wer plottet und wer nicht. Ich war erstaunt, wie viele Bauchschreiber oder LivePlotter, wie es eine Kollegin nannte, es doch gibt.

Wenn man wie ich seit Jahren versucht, endlich mal Geschichten vorzuplanen und dann „einfach“ zu schreiben und sich dabei sogar an das Exposé zu halten und es doch nicht schafft, weil die Geschichten in meinem Kopf immer ein Eigenleben entwickeln, kann das schon recht frustrierend sein.
Aber es ist tröstlich zu sehen, dass es vielen Kollegen genauso geht und seither genieße ich es tatsächlich wieder, die erste Leserin meiner eigenen Geschichte zu sein :-).

Nur wie entsteht denn nun eine Geschichte?

Bei mir fängt es meist damit an, dass ich einen Musiktitel höre, der mich plötzlich packt. Das kann eine melancholische Ballade sein oder ein wütender Rocksong, genauso wie ein altes Stück, das ich schon ewig kenne, das mir aber mit einem Mal eine Szene, eine Figur oder ein Gefühl vor Augen ruft, das vorher noch nicht da war. Meist folgt darauf ein euphorisches Kribbeln und ich weiß, es bahnt sich eine Idee für eine Geschichte an.

Auch wenn sie für mich noch nicht wirklich greifbar ist, mache ich mir Gedanken, wo die Geschichte spielen könnte und wer möglicherweise die Figuren sind. Normalerweise höre ich den Song dann noch etliche Male rauf und runter und nerve damit mein ganzes Umfeld, aber ist halt so.

Und irgendwann habe ich so viele Ideen zusammen, dass ich mir Notizen mache, Fragen stelle und tatsächlich oft in diesem Stadium schon anfange, Szenenfetzen zu notieren. Ich recherchiere nach den möglichen Schauplätzen, suche Namen und versuche die Grundstimmung und -elemente so gut einzufangen, wie es mir nur möglich ist.

Dann kommen meist größere Szenen, ich tippe und tippe und lasse die Bilder vor meinen Augen ablaufen, die ich so gut es auf die Schnelle geht beschreibe. Oft habe ich zu dem ersten Musiktitel auch noch weitere gefunden, die ich mir gleich immer parat halte, noch bevor ich mein Dokument aufmache. Und wenn wirklich schon vieles stimmig ist, dann bin ich auch sofort, wenn ich die Songs höre, in der Geschichte drin. Das geht mir sogar Jahre später noch so. Sobald ein Song aus einer bestimmten Playlist läuft, habe ich den Film vor Augen.

Es läuft selten reibungslos.

Du kannst dir vorstellen, dass das natürlich nie so reibungslos abläuft, wie es sich anhört. Oder zumindest sehr selten. Manchmal zieht sich das Hineinfinden in die Geschichte ins Endlose, manchmal verwerfe ich große Teile wieder oder ich muss tatsächlich die ganze Geschichte auf Eis legen, weil irgendetwas nicht stimmig ist.

Zum Glück ist mir das komplett auf Eis legen erst ein einziges Mal passiert. Aber auch an diese Geschichte möchte ich mich noch einmal heranwagen. Vielleicht kommt sie ja doch noch ganz bei mir vorbei.

Doch erst einmal ist die aktuelle Geschichte dran und ich bin wirklich gespannt, wann die fertig wird. Das ist nämlich eine von denen, deren erste Versionen ziemlich Federn lassen mussten. :-). Doch wie heißt es so schön: Gut Ding will Weile haben.

In diesem Sinne – schönes Wochenende und lass dir keine (Lange-)weile aufkommen!

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Ein Pläuschchen unter Kollegen – heute: Kirsten Greco

Heute möchte ich euch eine ganz liebe Kollegin vorstellen, die ich bereits seit meiner ersten Veröffentlichung kenne: Kirsten Greco

Wir haben zum Teil in denselben Verlagen veröffentlicht und sind uns auch sonst in verschiedenen Gruppen über den Weg gelaufen und tauschen uns immer gerne über das Schreiben und das Leben aus.

Kirsten lebt seit gut zwanzig Jahren mit ihrer Familie und dem süßen Hund Sunny (der noch deutlich jünger ist) in den USA – genauer gesagt in Michigan und schreibt dort Fantasy Romance, die sie in wunderschöne Settings bettet, wie auch ihren aktuellen Roman „Shine – Das Licht zwischen den Welten“ der zum Teil im phantastischen Ort Willow spielt, den man nur betreten kann wenn … tja, das müsst ihr selbst nachlesen .

Kirsten, was ist für dich das Schönste am Schreiben?

Das Schönste am Schreiben ist für mich, mit meinen Protagonisten zu lieben, leiden und zu lachen.
Mit ihnen auf Reisen zu gehen, fremde Welten zu erforschen oder ferne (und manchmal auch nicht ferne) Länder zu besuchen.
Ich liebe es, mich ganz in meinen Geschichten zu verlieren. Und manchmal ist es gar nicht so einfach, daraus wieder aufzutauchen.

Jeder hat ja so seine Vorlieben, was in seinen Romanen unbedingt vorkommen muss.

Was darf in deinen Romanen auf keinen Fall fehlen?

Auf keinen Fall darf das Happy End fehlen! Natürlich müssen sich meine Heldinnen und Helden vorher ordentlich „abstrampeln“. :). Keine Sorge, leicht mache ich es ihnen bestimmt nicht. Doch dann haben sie sich zum Schluss das gute Ende auch verdient.

Was fasziniert dich am Genre Liebesroman?

Ich schreibe ja hauptsächlich Romantasy. Da fasziniert mich natürlich das Abtauchen in fremde Welten, oder „Spielen“ mit besonderen, außergewöhnlichen Fähigkeiten und Talenten.

Liebesromane im Allgemeinen mag ich, weil das zentrale Thema eben „Liebe“ ist.
Und was gibt es Schöneres … :).

Dein aktuelles Buch hat ja wieder ein wundervolles Setting. Es spielt zum einen in der realen Welt in Detroit und zum anderen an einem fantastischen Ort.

Was hat dich zu dem Ort Willow inspiriert?

Ganz einfach. Ich liebe Trauerweiden! Sie haben so etwas mythisches an sich. Je größer, desto besser. Ich habe für meine Parallelwelt nach einem Symbol der Ruhe gesucht und so war es schnell klar, was ich da nehmen würde. Außerdem, eine Weide verzaubert irgendwie … finde ich.

Es gibt bei uns in der Nähe in einem Park, in dem ich hin und wieder mit meinem Hund spazieren gehe, eine Weide direkt am See. Natürlich nicht so riesig wie in „Shine“, aber trotzdem … Wenn es nach mir ginge, würden wir da jedes Mal eine Weile stehen bleiben. Bei unseren „Walks“ geht es aber irgendwie nie nach mir … Da hat Sunny das Sagen. Und ihn interessiert die nächste Schnüffelfährte eindeutig mehr, als das sanfte Schwingen der Äste .

Der Sunny ist schon ein süßer Kerl. Zum Glück findest du trotz Schnüffelfährtenjagd immer noch ein bisschen Zeit zum Schreiben, was deine Leser sicher freuen wird und sogleich die Frage aufwirft:

Was kommt als nächstes?

Als nächstes kommt im Oktober meine dritte Weihnachtsnovelle. Arbeitstitel: „Schnee-Engel fliegen doch“. Mias und Hunters Geschichte ist so ganz anderes als die ihrer Vorgänger. Mehr möchte ich dazu noch nicht verraten. Außer vielleicht, dass es kurz danach noch eine „dicke Überraschung“ für meine Leserinnen und Leser gibt. Kurz nach der Veröffentlichung …

Viele Dank liebe Kirsten für das nette Interview. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg mit deinen Geschichten und bis zum nächsten Mal!

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Märchen - was steckt dahinter?

Märchen – was steckt dahinter?

Als Fantasyautorin mache ich mir natürlich immer wieder Gedanken darüber, was an den alten Märchen und Sagen wahr sein könnte und aus welchen Begebenheiten sich womöglich neue Geschichten stricken ließen. Der Inhalt – die Aussage oder Lehre – der Märchen ist im Grunde ja zeitlos, nur das Gewand könnte ab und an eine Erneuerung vertragen, auch wenn das einer der Gebrüder Grimm angeblich anders sah, wenn ich mich richtig an einen Artikel erinnere, den ich einmal darüber gelesen habe. Er wollte die Märchen in dem historischen Kontext erhalten, in dem sie ursprünglich entstanden sind. Doch ich halte es lieber mit seinem Bruder, der diese Meinung absolut nicht teilte und die gesammelten Märchen in seine Zeit brachte und ausschmückte.

Aber o wunder. Obwohl ich die alten Geschichten als Kind sehr gern gelesen habe, habe ich bisher tatsächlich nur eine einzige Märchenadaption geschrieben – Thorns. Der Fluch der Zeit. Wie die meisten LeserInnen festgestellt haben, ist die Geschichte an Dornröschen und Die Schöne und das Biest angelehnt :-), nur mit anderen Vorzeichen, anderem Setting und anderen Helden … – oder wie es einmal eine Leserin formuliert, die Geschichte ist wie die beiden Märchen, nur ganz anders :-).

Im Grunde sind vermutlich alle Geschichten an irgendeiner Stelle an die alten Sagen und Volksmärchen angelehnt, weil es mit Sicherheit kein Thema gibt, über das nicht irgendwann einmal bereits geschrieben und gesprochen wurde.

Doch was sind die Themen im Märchen?

Die Themen in den Märchen sind so vielfältig wie die Herausforderungen im Leben. Unglück, Armut, Verrat, Tod, Verderben gehen über in Rache, Moral, Gerechtigkeit und zuletzt in Hoffnung und Glück – ein Happy End für die Guten, die gerechte Strafe für die Bösen.

Vielleicht brauchten und brauchen wir Menschen diese Art von Geschichten, um uns an einen Strohhalm klammern zu können, der uns einen Hoffnungsschimmer in einer unglücklichen Lebenssituation bringt. Denn – so die Logik – wenn es einmal ein Mensch geschafft hat aus dieser Situation zu entrinnen, oder womöglich auch aus einer noch schlimmeren, dann besteht zumindest die kleine Chance, dass es ein weiterer ebenso schafft, oder nicht? Zur Not muss man dazu vielleicht auch auf Wunder zurückgreifen, wie einen Goldesel, der Dukaten spuckt oder einen Tisch, der auf Befehl den Hunger stillt oder eine gute Fee, die drei Wünsche erfüllt.

Wenn wir ehrlich sind, in der einen oder anderen Form könnten diese Wunder sogar wahr werden – auch wenn wir uns nicht mehr in der alten Zeit des Froschkönigs befinden, in der das Wünschen noch geholfen hat.

Vielleicht könnten sogar wir manchmal zur guten Fee werden oder das Tischlein deck dich herbeizaubern und anderen ihren dringendsten Wunsch erfüllen? Oder zumindest ein bisschen Licht in ihr Leben zaubern. Und vielleicht ist sogar genau das die Moral hinter den Märchen.

In diesem Sinne wünsche ich dir ein schönes Wochenende

Deine Ela

Märchen - was steckt dahinter?
Was einer Autorin so durch den Kopf geht

Was einem als Autorin so durch den Kopf geht …

… ist manchmal selbst für mich erstaunlich, obwohl es meine eigenen Gedanken sind.
Zum Glück schreibe ich ja eher in der Fantasie Richtung, somit muss ich mir zumindest keine Sorgen machen, was da beim Denken rauskommt. Ich kann es immer ganz wunderbar auf das Genre schieben. 

Als ich damals an „Erbe der Vergangenheit“ schrieb, musste ich mich tatsächlich fragen, ob Vampire schwitzen (Wenn du die Geschichte gelesen hat, weiß du, was der Grund dafür war ;-). Gut damals war es auch heiß in meinem Büro, da erschienen mir solch essentiellen Fragen des Lebens noch weniger abwegig.

Eine andere Frage, die mich in meinem Vampiruniversum immer wieder begleitet ist die, was aus Vampiren wird, wenn sie zu Staub zerfallen sind.
Können Vampire auch zu Geistern werden?
Oder zerfallen sie einfach nur zu Staub und das war’s dann, weil sie ja eigentlich bereits mit dem Vampirwerden ein Leben nach dem Tod hatten?

Und was wird eigentlich aus Geistern, wenn sie lange genug gegeistert haben? Wann ist lange genug eigentlich vorbei? Wer bestimmt das? Ist es vorbei, wenn die Seele endlich ihre letzte Mission erfüllt hat und zur Ruhe kommt?

Wenn die Seele den Geist ausmacht, könnte es aber tatsächlich für einen Vampir schwierig werden zu einem Geist zu werden. Denn angeblich haben Vampire ja keine Seele mehr – da (un)tot und nur noch als (zumeist sexy) Hülle unterwegs. Wobei ich diese Theorie vehement bestreite, wenn ich meine Untoten ansehe. Irgendwas ist in dieser Hülle sehr wohl verpackt und ich frage mich nur bei ganz wenigen Exemplaren, was das sein soll.

Aktuell muss ich mich auch noch fragen, was zum Teufel ein Vampir mit einem Rubin will, den ich in Dark Hill. Im Herzen der Anderswelt eigentlich den Dämonen zugedacht hatte. Wegen ihrer roten Augen versteht sich. Kann vielleicht ein Vampir auch noch zu einem Dämon werden und zerfällt er dann immer noch zu Staub oder verspritzt er Dämonen-Vampir-Matsch, wenn es ihn trifft?

Ich muss gestehen, bevor ich zu schreiben begonnen hatte, was zugegebenermaßen jetzt auch schon eine Weile her ist, hätte ich mir nie gedacht, dass sich derartige Fragen vor acht Uhr morgens einfinden könnten. Oder mich gar, wie heute wieder, in aller früh aus den Federn zerren, um bedacht zu werden.

Aber auch Morgenstund hat offenbar nicht immer Gold im Mund. Noch bin ich nicht schlauer, als vorher.

Ich mach mir besser einen zweiten Kaffee, der soll ja angeblich das Denken anregen. 

Schönen Freitag wünsche ich euch und einen guten Rutsch ins Wochenende, wobei auch Wochenenden für Autoren meist nur eine Marke im Kalender sind, weil die ewigen Fragen der Menschheit sie trotzdem zu den unmöglichsten Uhrzeiten zum Computer oder zumindest zu Block und Stift drängen.

Was für ein Stress auch ;-). 

Was einer Autorin so durch den Kopf geht
Interview mit Sandra Florean

Ein Pläuschchen unter Kollegen – heute: Interview mit Sandra Florean

Meine geschätzte Kollegin Sandra Florean und ich kennen uns schon seit 2014, als wir beide unseren ersten Vampirroman im selben Verlag veröffentlicht haben.
Ihr Debüt „Mächtiges Blut“ um den sehr attraktiven und ebenso reichen Vampir Dorian Fitzgerald wurde auf dem Literaturportal Lovelybooks zum besten deutschsprachigen Debüt 2014 gewählt. Aber das ist nicht ihr einziger Preis, die Anthologie „The U-Files. Die Einhorn Akten“, bei der sie als Herausgeberin fungierte, erhielt 2018 den deutschen Phantastik Preis und ich bin mir sicher es werden noch einige folgen.

In den letzten sechs Jahren hat Sandra viele phantastische Werke veröffentlicht. Die Nachtahn-Reihe aus der ihr Debüt stammt, umfasst vier Bände. Ihre Reihe „Die Seelenspringerin“ umfasst sieben Bände (der letzte Band „Die Seelenspringerin – Lichterben“ ist gerade erst erschienen) und dazu gesellen sich noch zahlreiche Einzelbände.

Ich bin schwer beeindruckt von diesem Schaffensdrang und deshalb froh, dass Sandra mir ein bisschen Zeit geschenkt hat, um meine Fragen zu beantworten.

Hallo Sandra, 

ich bin schwer beeindruckt von deiner mittlerweile achtzehn Bücher umfassenden Bibliografie – wenn ich richtig gezählt habe.

Hi Ela, vielen Dank für die lieben Worte. Ich bin ganz gerührt …

Wieviele Stunden am Tag schreibst du und wann schreibst du am liebsten?

Leider ist es so, dass ich nicht jeden Tag schreiben kann, deshalb hab ich da keine konkrete Antwort. Ich habe ja noch einen Brotjob und Familie und schreibe deshalb in der Woche nur, wenn sich eine Möglichkeit ergibt, sprich: wenn die Kids verabredet sind. Allerdings hat mein lädierter Rücken da auch ein Wörtchen mitzureden, denn wenn ich auf der Arbeit schon superviel am PC gesessen habe, tut mir für den Rest des Tages manchmal alles weh. 

Meist nutze ich das Wochenende intensiv und schaffe dann durchaus auch mal 8.000 Wörter.

Du bist ja bisher ausschließlich im Fantasy Genre unterwegs.

Kannst du dir vorstellen, auch mal in einem anderen Genre Fuß zu fassen, und wenn ja in welchem?

Rein vom Gefühl her möchte ich der Phantastik treu bleiben. Die Frage ist nur, ob ich damit langfristig meine Ziele erreiche. Im Moment schreibe ich aber an einem Fantasy-Projekt. Ich lese, ehrlich gesagt, auch nichts anderes und liebe dieses Genre einfach.

Mir geht es so, dass ich manche meiner Geschichten ein klein wenig lieber mag als die anderen. Sei es, weil ich den oder die Protagonisten sehr mag oder auch das Setting.

Hast du ein Lieblingsbuch in deinen eigenen Reihen, das dir mehr als die anderen ans Herz gewachsen ist?

Nein. Meine Nachtahn-Reihe wird natürlich immer etwas Besonderes bleiben, weil es meine ersten Bücher waren und sie auch direkt so gut ankamen. Und weil ich Dorian so sehr mag. Aber auch danach folgten Figuren, die mir sehr ans Herz gewachsen sind und sich den Platz dort nun eben teilen müssen.

Ich weiß ja, dass du auch tolle historische Kostüme und Fantasy-Kostüme geschneidert hast.

Würde es dich reizen einmal eine Fantasyverfilmung auszustatten?

Früher vielleicht schon, allerdings hätte ich mich das gar nicht getraut. Ich hab das Schneidern ja nie gelernt, sondern es mir selbst beigebracht. Da hätte ich dann Angst gehabt, dass meine Künste nicht ausreichen. 

Jetzt fehlt mir für so etwas Aufwendiges schlichtweg die Zeit.

Allerdings haben einige meiner Kleider bereits in einem Film „mitgespielt“ und zwar in einem Vampirfilm des Kieler Filmemachers Björn Kurtenbach, „Non omnis moriar“. Dafür habe ich einige Kostüme gestellt, die Hauptdarstellerin für die historischen Einstellungen frisiert und in einer Ballszene sogar selbst vor der Kamera gestanden.

Mein Traum ist jetzt eher, dass eins meiner Bücher mal verfilmt wird. Das wäre DAS Highlight meines Lebens.

Wer weiß, es ist ja nie ausgeschlossen, dass Träume in Erfüllung gehen. Vielleicht ist das nächste Buch, das du schreibst genau das, das verfilmt wird. Was mich auch sofort zu der Frage bringt, die sich alle deine Fans stellen:

Was kommt als nächstes?

Diese Frage bringt mich momentan tatsächlich ins Straucheln. Ich habe nämlich nichts Konkretes geplant, weil ich gerade einige Sachen auf den Weg gebracht habe und erstmal abwarten muss, was sich daraus ergibt.

Allerdings schreibe ich gerade fleißig und mit selbst gesetzter Deadline, damit ich überhaupt fertig werde, an meinem Projekt Götterdunkelheit. Eine High-Fantasy-Geschichte in einer komplett neuen Welt mit einem Rokoko-Setting, also etwa Mitte 18. Jahrhundert. Diesmal ist alles erdacht, von der Geographie über den Glauben bis hin zu den Regierungsformen. Es geht um die Herzogstochter Elana und den Dieb Finnegan und seine Bande, die zusammen einen waghalsigen Plan verfolgen. Sie wollen die Tyrannei in Sithia beenden und dafür begeben sie sich auf die Suche nach sechs Artefakten, denen magische Eigenschaften nachgesagt werden.

Als Rokoko-Darstellerin ist es für mich etwas ganz Tolles, nun auch während des Schreibens in diese Welt einzutauchen, selbst wenn das Drumherum erfunden ist. 

Einen festen Veröffentlichungstermin gibt es dafür allerdings nicht und noch weiß ich nicht, ob ich dieses Mal wieder mit einem Verlag zusammenarbeiten möchte oder auch Götterdunkelheit in Eigenregie veröffentliche. Ich plane, die Geschichte, die aus zwei Bänden bestehen wird (dicken Bänden!), bis zum Herbst fertigzustellen, bis dahin weiß ich sicher mehr. Behaltet mich gern im Auge unter

www.sandraflorean-autorin.blogspot.de oder
www.instagram.com/sflorean oder
www.facebook.com/sandraflorean.autorin

Das hört sich in jedem Fall sehr interessant und vielversprechend an und wir werden dich ganz gewiss im Auge behalten ;-).
Vielen Dank Sandra, für das schöne Interview. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg mit deinen wunderbaren Geschichten.

Danke. Ich hab zu danken und wünsche Dir, liebe Ela, ebenfalls weiterhin viel Erfolg und viele begeisterte Leser.

Interview Sandra Florean
Schauplätze der Into the dusk Reihe

Die Schauplätze der Into the dusk Reihe

Die meisten Autoren, die ich kenne, lassen ihre Geschichten an Orten spielen, die ihnen selbst viel bedeuten oder sie reizen, diese einmal zu besuchen. Auch wenn im Fantasy Genre sehr viel den Bedürfnissen der Geschichte angepasst wird, so spielen doch die urbanen Teile zumeist an einem realen Ort.

Bestimmt lässt so mancher meiner Posts vermuten, dass die Into the dusk – Reihe hauptsächlich in New York stattfindet, aber dem ist durchaus nicht so. Ich bin quasi mit meinen Vampiren immer wieder zwischen Europa und Amerika hin und her gesprungen.

New York

New York steht allerdings in vier der Teile der Reihe an erster Stelle. Als ich einst dort war – lang ist es her – war ich derart fasziniert von dieser Stadt, dass ich sie unbedingt in meinen Geschichten unterbringen wollte. So ist sie nun der Hauptsitz des Firmenimperiums von Alexandre, dem Chef der New Yorker Vampire, der Firmen auf der ganzen Welt aufgebaut hat, weil er ein Workaholic ist und unausstehlich wird, wenn er nichts zu tun hat.

Die New Yorker Vampire und Amazonendrachen haben es sich unter dem Wolkenkratzer des Firmensitzes in einem stillgelegten U-Bahn Lokschuppen gemütlich gemacht. Auch wenn die Drachenmädels ihre Behausung gern als schnuckelige Wohnhöhle bezeichnen, gleicht sie doch eher einem Untergrundschloss, mit riesigen Kristallleuchtern, die von der meterhohen Decke hängen und nie herabstürzen dürfen, weil ihr Gewicht auch den einen oder anderen Untoten zermalmen würde. Auch die roten Sofas sind riesig und stehen auf einer Scheibe, auf der einst Loks in verschiedene Richtungen gedreht wurden. Entsprechend gibt es in der Wohnhalle auch keinen normalen Fernseher, sondern eine Kinoleinwand über die alles flackert, was es irgendwo zu sehen gibt. Und es gibt zahlreiche Zimmer auf zwei Etagen, die von den Bewohnern als Privaträume genutzt werden, allerdings ist privat relativ, wenn man mit Drachen zusammen wohnt, wie der eine oder andere Vampir über die Jahrhunderte schon feststellen musste.

Die Teile Schwur der Vergangenheit, Fluch der Unendlichkeit, Rache der Eitelkeit und der neue achte Teil, dessen Titel ich noch nicht verraten kann spielen meist in Manhattan und Brooklyn.

Schottische Highlands

Welcher Fantasy Autor liebt sie nicht, die schottischen Highlands. Ein perfektes Setting für Unsterbliche. So konnte auch ich es nicht lassen, dem melancholischen Geiger und Kunstsammler Aarran McRae aus Klang der Finsternis, seine eigene alte Burg auf einer Insel mitten in einem tiefen dunklen See zuzuschreiben. Natürlich mit genauso melancholischen Sonnenuntergängen, wenn es nicht gerade in Strömen regnet und der Wind um die alten Mauern pfeift. Auch alte Geschichten und Mythen/Figuren finden sich an dem wundervoll romantischen Schauplatz, an dem ich selbst gern einmal länger herumreisen möchte – natürlich bewaffnet mit Kamera, Diktiergerät, Zeichenblock und Notizbuch.

Paris

Paris ist eine weitere faszinierende Stadt in der ich unzählige Schauplätze für Geschichten finden könnte – wobei könnte – ich kann ja. Und wer weiß, vielleicht spielt ja eine der nächsten Geschichten oder Reihen tatsächlich mal komplett dort. Paris hat mich schon in meiner Kindheit fasziniert. Vor allem das historische Paris, mit allen dunklen Ecken und Gestalten. Ich kann mir gut vorstellen, wie sich dort eine eigene Vampirkultur entwickelt hat, vielleicht in den Theatern, in den mit Gängen verbundenen Kellern unter der Stadt, in den Palais oder gar in den Grüften der alten Kirchen. In Erbe der Vergangenheit spielen allerdings eher die Plätze der Menschen eine Rolle, sowohl in der Neuzeit, wie der Eiffelturm, als auch das alte Paris mit den kleinen Außenbezirken, die längst von der Stadt aufgesogen und ins Stadtgebiet mit aufgenommen wurden.

Island

Island – eine Traumgegend, wenn man so wie ich auf viele Steine, Höhlen, Vulkane und geheimnisvolle Wesen steht. Es war mir von Anfang an klar, dass ein Wikingervampir, wie Kylan Ingvarsson aus Glut des Vergessens, unbedingt von Island stammen muss. Die dunklen Monate des Winters mit ihren schimmernden Nordlichtern lassen so richtig viele Mythen und Geschichten entstehen, dass es viele Bücher braucht, um zumindest einen Teil davon zu erzählen.

Brasilianischer Regenwald

Der brasilianische Regenwald, tief, undurchdringlich und Schauplatz vieler erschreckender Ereignisse der Geschichte. Geister der Vergangenheit, die in den geheimnisvollen Ruinen der Indiotempel ein- und ausgehen. Das schimmernde Mondlicht, das auf die Säulen fällt und jede Menge undefinierbare Laute und Geräusche. Ein perfekter Ort für Untote. Und Leandro, der rätselhafte Vampir aus Flüstern der Dunkelheit, muss erfahren, dass genau hier sein untotes Leben begann und damit auch das Vergessen, was vorher war. Da ich noch nie im Regenwald war, habe ich mir einige Filme dazu angesehen und mir stundenlang Urwaldgeräusche zum Schreiben angehört, um mich in die richtige Stimmung zu versetzen. Und irgendwie reizt es mich, auch an diesem Schauplatz einmal in der Realität vorbeizuschauen, auch wenn ich nicht unbedingt auf Spinnen, Schlangen und Pfeilgiftfrösche stehe.

Neben den großen Schauplätzen gibt es natürlich auch noch einige Nebenschauplätze, die du gern selbst in den Geschichten herausfinden darfst ;-).

Gibt es Orte die dich dazu reizen ihren Geschichten auf den Grund zu gehen?

schauplaetze der into the dusk reihe

Weitere Figuren der Into the dusk Fantasy Romance Reihe

Die weiteren Figuren der Into the dusk – Fantasy Romance Reihe

Nachdem ich ja bereits die Vampire und die Drachen näher beleuchtet hatte, möchte ich dir noch einen kleinen Einblick in die Spezies der anderen Wesen geben, die in der Into the Dusk Fantasy Romance Reihe vorkommen. Wobei ich nicht unbedingt genau darauf eingehen werde, in welcher Geschichte sie vorkommen, weil ich nicht die ganze Spannung zu verderben möchte.

Die Hexen

Da hätten wir also erst einmal die offensichtlichen – die Hexen.

Megan ist ein davon und gleichzeitig die rechte Hand, was Alexandres Firmengeschäfte betrifft. Leicht hat sie es nicht, mit dem Schwerenöter, aber sie ist cool genug sich nicht von ihm aus der Ruhe bringen zu lassen. Sie mag alle ihre Leute aus der Gruppe um Alex, auch wenn sie sich nicht in ihrem Untergrundschloss aufhält, weil sie doch eher das Leben unter Menschen mag und ihr kleines Katerchen Teufelchen, das sie als Babykätzchen in einer Mülltonne gefunden hat, gerne draußen herumstreunt. Megan hat über die langen Jahre ihres Lebens so einiges von der Welt gesehen und in ihrer großzügigen Wohnung in Greenwich Village ziemliche viele Erinnerungen zusammengetragen.

Aber es gibt auch noch andere Hexen in der Reihe. Eine davon ist mächtig sauer auf jemand ganz bestimmten. Wobei sie sicher nicht die Einzige ist, die sauer ist – es gibt eben Leute, die sich über die Jahrhunderte einen Haufen Feinde machen. Scheint in ihren Genen zu liegen oder einfach nur daran, dass sie sich gehäuft unmöglich benehmen. Meist stört es diejenigen auch nicht einmal Feinde zu haben, aber wenn es eine Hexe ist, die auch noch alles auf eine Karte setzt, um sich zu rächen, kann es brenzlig werden.

Die Wasserwesen

Wasserwesen, was sind das nun wieder? Ich verate es dir. Wasserschlangen, Meerjungfrauen, Undinen, Fische… Wobei Fische in den Geschichten höchstens gegessen werden. Ich habe noch keinen Gestaltwandler ausmachen können, der sich in einen Hering verwandelt hätte. Aber zu den Wasserwesen gehört noch eine Art, von der es nur sehr wenige bis gar keine außer der einen gibt, die sich in der Reihe herumtreibt. Sie hat sogar noch eine lässigere Einstellung zum Leben, als die Amazonendrachen und schert sich im Grund um nichts, außer um das Wohlbefinden ihrer Freunde. Und auch wenn sie sich gern jahrelang auf sonnigen Inseln herumtreibt und sich in Rauchwolken hüllt, die von einem „Zeug“ stammen, das sie sich von Jamaica mitgebracht hat, ist  in gefährlichen Situationen auf sie zu hundert Prozent verlass. 

Und noch eines der oben genannten Wasserwesen kommt in einer Geschichte vor. Allerdings sind ihre Gene zu sehr mit den Menschen vermischt, als das sie auf den ersten Blick zu erkennen wäre. Auch nicht auf den zweiten. In der Geschichte muss schon einiges passieren, bis die Vampire und Drachen in New York endlich herausfinden, worum es eigentlich handelt.

Werwölfe

Oh ja, auch Werwölfe gibt es in der Reihe. Einer bös, der andere gut. Dem Bösen ergeht es doch glatt, wie es einem Bösen zu ergehen hat. Aber der gute ist recht witzitg und auch noch mit einem der Vampire befreundet, was der gar nicht weiß. Vampire sind eben auch nicht allwissend, auch wenn sie es gern wären und derjenige, von dem hier die Rede ist, bildet sich ziemlich was auf seine vampirischen Fähigkeiten ein. Aber auch er wird eines besseren belehrt und der Werwolf findet neue Fans unter den Amazonendrachen, die nur zu gern einmal ein Hündchen kraulen, wenn es sich kraulen lässt.

Ein stinkendes Monster

… Wendigo genannt. Meine Güte, der stinkt wirklich fünf Häuserblocks gegen den Wind und ist so abgrundtief schlecht, dass ein Zombie vor Neid erblassen würde. Nur solche habe ich bisher noch nicht in der Reihe gefunden, um sie erblassen zu lassen. Dieser Wendigo hätte vor ein paar Jahrhunderten schon das Zeitliche segnen sollen, aber er hat sich gehalten, bis seine Chance gekommen war und er erneut auf die Menschheit losgelassen wurde. Fast wäre ihm die Rückkehr geglückt, wenn er nicht versucht hätte die Freundin eines Vampirs anzulecken. Da überreagiert so mancher dann doch ein bisschen und wenn es nur dahin geht, ein paar alte Gebäude in die Luft zu sprengen. Aber was weg muss, muss weg. 

Dämonen

Dämonen können sehr reizvoll sein – solange sie sich als berühmte Schauspieler verkleiden oder aus einer anderen Ebene, als der siebten stammen. Ich weiß zufällig aus einer anderen Geschichte, dass andere Dämonenarten durchaus interesssant anzusehen sind, aber die meisten sind in ihrer wahren Gestalt einfach nur potthässlich und der Trick bei den Dämonen aus der siebten Ebene ist, dass sie sich in ihrer wahren Gestalt nicht im Spiegel ansehen, weil sie sonst vor Schreck im Boden versinken würden. Sie müssen sich also verkleiden, um sich mal selbst betrachten zu können.

Tja, da kann ich auch nichts machen. Ist eben so. Für meine nächste Dämonengeschichte muss ich wirklich einmal recherchieren, ob sich nicht doch noch ein paar attraktive mehr finden, damit ich die nicht immer nur als Antagonisten verwenden muss. Das ist ja auch irgendwo diskriminierend.

Und bevor ich es vergesse und sie mir auf ewig beleidigt ist – und glaub mir, die kann beleidigt sein, dass einem schlecht wird –

es gibt also noch

… einen Geist.

Beziehungsweise eine gestaltlose Göttin oder Halbgöttin oder Tochter einer Göttin, auf jeden Fall ein verzogenes Gör in den Zwanzigern, das seit Jahrhunderten gestaltlos wandeln muss, weil sie unbedingt alles haben wollte und dachte, sie würde mit ihren durchaus vorhanden Reizen auch alles bekommen. Das ist damals etwas dumm gelaufen für die Gute. Aber Glück für sie, dass sich das Blatt noch mal gewendet hat und sie endlich wieder in ihrer Gestalt um die Welt ziehen kann und andere Leute nerven, als den alten Doc, der immer über ihre Hilfsgeister ihre Befehle übermittelt bekommen hat. Der kann jetzt zumindest in Ruhe seine Kräuter rauchen und ich hoffe mal für mein Seelenheil, dass ich ihr nicht zufällig irgendwo beim Shoppen über den Weg laufe.

Und was ist mit dir?
Kennst du die Reihe bereits und kannst dir denken, welche der Figuren ich hier beschrieben habe?
Oder kennst du sie nicht und bist neugierig geworden?
Auf den Buchseiten zu den einzelnen Bänden gibt es noch mehr davon.

Viel Spaß beim Stöbern.

Die Reihe ist im Bookshouse Verlag erschienen und überall erhältlich, wo es E-Books gibt.

Weitere Figuren der Into the dusk Fantasy Romance Reihe
interview mit raywen white

Ein Pläuschchen unter Kollegen – heute: Interview mit Raywen White

Raywen White ist vielen Impress und Dark Diamonds Leserinnen und Lesern durch ihre dramatisch romantische „Mystic Highlands“ Fantasy Reihe bekannt. Aber auch für Forever lässt sie uns an romantischer Fantasy vom Feinsten in ihrer „Die Unsterblichen Reihe“ teilhaben. In ihren Geschichten tummeln sich Vampire, Elfen, Feen, Druiden und noch einiges mehr und natürlich auch Menschen, die diesen Geschöpfen nicht immer widerstehen können und das wollen wir als Leser ja auch gar nicht, oder?

Im April erscheint der neueste Band der Mystic Highlands – Feenkampf bei Impress. Wenn das nicht ein Grund ist, mit der Reihe anzufangen, falls du sie nicht ohnehin schon kennst.

Ich freue mich, dass mir Raywen in diesem Interview Rede und Antwort auf meine Fragen steht.

Hallo Raywen, 

unsere Vorlieben, was die Fantasywesen betrifft, die in unseren Büchern vorkommen, überschneiden sich ja ziemlich und ich liebe es meine Helden aus den verschiedenen Gruppen herauszupicken, wie ich schon das eine oder andere Mal in einem Blogpost geschrieben habe.

Was reizt dich daran über Fantasywesen zu schreiben?

Das ist zum einen die Freiheit, die mir Fantasy bietet. Ich kann die Grenzen unserer Realität überschreiten. Figuren in Welten versetzen, die so noch nicht existiert haben. Aber ich kann auch unserer Wahrnehmung hinterfragen, ob nicht doch mehr zwischen Himmel und Erde existiert, als wir ahnen. 

Dabei sind aber Fantasywesen meist gar nicht so verschieden von uns. Sie haben die gleichen Probleme und Sorgen, die man in einer fiktiven Welt jedoch überspitzt darstellen und so auch auf Gesellschaftliche Missstände hinweisen kann, ohne reale Personen zu beleidigen. 

Außerdem mag ich an Fantasywesen, dass sie oftmals geheimnisvoll, fremdartig und zugleich vertraut sind. Viele Mythen und ihre Figuren existieren schon seit Jahrtausenden und haben sich im Laufe der Zeit gewandelt. Es ist großartig die Geschichten dahinter zu entdecken und fortzuschreiben.

Auch Fantasywesen werden oft in Schubladen gepackt, gerade wegen ihrem Aussehen oder bestimmten Fähigkeiten. Es macht mir Spaß, diese Dinge zu hinterfragen. Was wäre, wenn der Dämon eben nicht böse ist. 

Mir wachsen die Figuren meist ziemlich ans Herz. Aber es gibt tatsächlich welche, die ich lieber mag, als andere.

Hast du einen oder mehrere Lieblinge unter deinen Geschöpfen?

:D. Nachdem ich mehrere Monate mit den Charakteren gemeinsam verbringe, während ich ihre Geschichte schreibe, sind sie in dieser Zeit immer sehr präsent und gehören fast schon zur Familie. 

Daher ist das immer schwer zu beurteilen. Aktuell sind Ciarda und Darach ganz klar meine Lieblinge, mit den beiden hatte ich das letzte Jahr eine doch sehr schwere und auch turbulente Zeit mitgemacht. Dennoch sind auch die anderen Charaktere immer noch da und einer meiner Lieblinge ist Talon aus Flammender Sturm, ein Halbdämon, der mit seiner verschlossenen und zugleich liebevollen Art eindeutig mein Herz erobert hat.

Die Mystic Highlandsreihe spielt ja in Schottland.

Was ist das Besondere an diesem Landstrich, dass er immer wieder in Fantasygeschichten so eine große Rolle spielt?

Ich denke, das hat mehrere Gründe. Zum einen bieten die Highlands landschaftlich sehr viel Abwechslung, es gibt weiße Sandstrände, zerklüftete raue Berge, Wälder, blühende Wiesen, viele Seen und Moore. Was oft in unserem Kopf entsteht, wenn wir an die schottischen Highlands denken ist das Bild von einer weiten, unberührten Landschaft. Ein Gefühl von Freiheit, wo kaum Menschen leben. Ideal um sich als mystisches Wesen zu verstecken. 

Ein anderer Punkt – ich denke sogar der wichtigere – ist, Schottland und auch Irland besitzen eine Menge Mythen, Legenden und verschiedene Wesen. Bei der europäischen Völkerwanderung wurde die Geschichte von den jeweiligen Gruppen auch mit in diesen Teil der Welt genommen. Die katholische Kirche hat in Europa andere Glaubensrichtungen. Ihr Einfluss war jedoch nicht so groß in den abgelegenen Highlands, weswegen viele Legenden und Mythen in diesem Teil einfach länger überlebt haben.

Ich finde ja auch, dass in jede Geschichte zumindest eine kleine Liebesgeschichte verpackt gehört.

Aber was bedeutet es für dich, eine Liebesgeschichte in deine Fantasywelt einzubauen?

Tatsächlich wurde ich auch schon dafür kritisiert, dass zu viel Liebesgeschichte in meiner Fantasywelt steckt. Andere finden genau das jedoch auch gut. Für mich als Leserin war es früher immer ich habe einen Fantasyroman und eine tolle Liebesgeschichte, aber leider gab es selten beides.  Seit ich den ersten Romantasyroman für mich entdeckt habe, lese ich diese Bücher einfach am liebsten. Natürlich auch mal gerne einen reinen Liebesroman oder auch einen reinen Fantasyroman, aber beides kombiniert gefällt mir einfach am Besten :D.

Man kann wie bei einem Liebesroman mitfühlen und wie bei einem Fantasyroman gleichzeitig auf eine Abenteuerreise gehen.

Wie findest du deine Geschichten eigentlich? Was inspiriert dich dazu, genau die Settings zu wählen, die du wählst und wie kommen deinen Figuren zu dir?

Eigentlich finden meine Geschichten immer mich. Ich komme mir manchmal vor, als wäre ich der Sklave der Geschichte, dich mich antreibt sie zu beenden. Als wäre sie schon die ganze Zeit in meinem Kopf. Ganz so einfach ist es jedoch nicht. Schön wäre es. 

Oftmals sitze ich vor dem Manuskript und weiß nicht, wie es weitergeht, aber irgendwie fügt sich am Ende dann doch alles. 

Mystic Highlands war eine Idee, die mir bei einem Wettbewerb kam. Ich wollte mal nicht die typischen Fantasywesen haben und bin da auf eines gestoßen, das geschichtlich in Schottland angesiedelt war. :D. Rona und Sean, meine beiden Hauptprotagonisten, lernte ich dann auch erst beim Schreiben kennen, wie es bei all meinen Figuren ist, denn ich arbeite ohne Charakterblätter.  

Vielen Dank Raywen, dass du dir Zeit genommen hast, meine Fragen zu beantworten und ich wünsche dir noch viel Erfolg mit deinen wunderbaren Geschichten.

Immer wieder gern 😀

interview mit raywen white