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New York Lieblingsort

Eine meiner Lieblingskulissen: New York

Dass ich in New York war, ist schon ewig her. Ich behaupte gern mal, es wäre in einem früheren Leben gewesen. Und so ganz abwegig ist das noch nicht einmal, wenn ich bedenke, was sich seither in meinem Leben alles geändert hat. Wenn ich damals schon gewusst hätte, dass ich einst Geschichten schreiben werde, hätte ich mir vielleicht auch gleich noch so richtig viele Notizen dazu gemacht.

Aber zum Glück hat die Stadt trotzdem ihre Spuren hinterlassen und ihre Bilder in mein Gedächtnis (und auf die analogen Filme) gebrannt. So kommt es, dass ich immer wieder gern auf die Erinnerungen zurückgreife, wenn ich eine neue Geschichte erfinde.

Vor allem Vampirgeschichten passen doch perfekt nach New York, findest du nicht?
Da trifft es sich hervorragend, dass ich gerade wieder für eine recherchiere, die in New York spielen wird.

Vielleicht kannst du dir denken, welche es sein wird. Ich hab’s ja schon angedeutet, dass es einen 8. Teil der Into the dusk Reihe geben wird.
Diesmal wird die Hauptperson wieder einer der NewYorker Jungs sein, also direkt aus dem Umfeld von Alex und Tom. Viele sind da ja nicht mehr übrig, die noch nicht näher beleuchtet wurden. Hast du eine Ahnung, wer es sein könnte?

Ich weiß es zum Glück ja schon, sonst wär’s vielleicht etwas ungünstig. Und ich weiß, dass es dramatisch werden wird. Hoffe ich zumindest :-). Die Kerle neigen ja dazu, immer alles anders machen zu wollen, als ich es mir vorstelle und dann habe ich echt einiges zu tun, die wieder auf Kurs zu bringen. Aber ich freue mich schon riesig darauf, endlich wieder loszulegen.

Welche Ecken von NewYork ich genau ins Visier nehmen werde, weiß ich noch nicht so genau, aber ich hab da noch einige Bilder von damals im Kopf, die so richtig gut zu der Story passen könnten. Ich erinnere mich noch, als wir mit dem Schiff den Hudsonriver entlanggefahren sind, standen direkt am Ufer ziemlich heruntergekommene Fabrikgebäude, die Fenster leer und dunkel, Büsche wuchsen bereits hinein und alles in allem konnte man sehen, dass die Gebäude schon ewig nicht mehr genutzt worden waren. Das wären super Verstecke für einige Antagonisten, die dem Helden an den Kragen wollen. Aber die hatte ich schon mal in Rache der Eitelkeit verwendet, weil die mir so gut gefallen haben. Ich habe durchaus einen Hang zu Lost Places, wie man unschwer auch an meinen Pinterest Pinwänden erkennen kann. Aber auch die passen doch hervorragend zu Vampiren.

Oder ich lasse den Central Park mal eine größere Rolle spielen, der kam in den bisherigen Geschichten etwas zu kurz, auch wenn ich dort nur tagsüber war und nichts vampirisches dort entdecken konnte. Nur ganz süße Eichhörnchen, die bestimmt echt waren und keine Gestaltwandler :-).
Vielleicht sollte ich auch mal einen der „rauchenden“ Kanaldeckel erwähnen, die wir in Little Italy fotografiert haben. Oder wär eine Szene auf der Freiheitsstatue möglicherweise auch was? So dramatisch an der Fackel hängen? Grübel, Grübel, wir werden sehen – spätestens, wenn die Story fertig ist.

Warst du schon in New York?
Und was waren deine Lieblingsplätze?

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New York
Dark Hill. Im Herzen der Anderswelt

Dark Hill. Im Herzen der Anderswelt – eine phantastische Geschichte.

Dark Hill. Im Herzen der Anderswelt – eine phantastische Geschichte um die Mythen und Legenden der irischen Anderswelt und deren Wege in die heutige Zeit.

Glaubst du auch daran, dass Mythen und Legenden wahr sein können und sich auch in unserem modernen Zeitalter Eingänge zu verborgenen Welten öffnen, die noch nie ein Mensch betreten hat?

In vielen Gegenden unserer Erde sind Mythen immer noch allgegenwärtig. Sie äußern sich in Brauchtum und Aberglauben, genauso wie in Sprichwörtern.

In Dark Hill ist es die Samhainfeier, die jedes Jahr aufs neue die alten Legenden nicht nur in den Erzählungen lebendig werden lässt. Zu viel hat das kleine Dorf schon über die Jahre an diesem Abend erlebt. Und nun soll ausgerechnet die Filmpremiere eines Fantasyfilms an diesem Abend stattfinden. In der Hauptrolle – Malins ehemals bester Freund Raven, der fünf Jahre zuvor sang und klanglos an Samhain Dark Hill verlassen hat. Das kann nur in einer Katastrophe enden, oder nicht?

Dark Hill. Im Herzen der Anderswelt auch als Print

Der Klappentext:

Fünf Jahre sind vergangen, seit Malins bester Freund Raven ihr kleines Heimatdorf an der irischen Küste sang- und klanglos verlassen hat. Doch jetzt steht ausgerechnet er als gefeierter Hollywoodstar mitsamt Crew und Groupies wieder vor ihr und sie kann es nicht fassen: Erst haut er ohne jegliche Erklärung ab und jetzt tut er so, als wäre nichts passiert? Es hat sich allerdings Einiges geändert, denn früher hat er Malins Herz nicht so zum Klopfen gebracht. Gerade als die beiden sich zögerlich näherkommen, häufen sich seltsame Ereignisse. Und diesmal scheinen höhere Kräfte ihre Finger im Spiel zu haben, denn in jeder Legende steckt ein Funken Wahrheit…  

Bist du gespannt, welche Legende hinter dieser Geschichte steckt und wer seine Finger dabei im Spiel hat?

Dann lies gern rein. Dark Hill. Im Herzen der Anderswelt gibt es als E-Book und ab 23. Dezember 2019 auch als Print und ist jetzt schon überall vorbestellbar, wo es Bücher gibt.

Textschnipsel aus der Geschichte gibt es hier.

Und Eindrücke zur Geschichte findest du auch auf dem dafür angelegten Pinterestboard

Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen!

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Dark Hill. Im Herzen der Anderswelt - eine phantastische Geschichte
5 Anzeichen, dass Elfen in deinem Garten wohnen

5 Anzeichen dafür, dass Elfen in deinem Garten wohnen

Du wolltest immer schon mal wissen, woran man erkennt, dass Elfen in deinem Garten wohnen? Meine Kolleginnen Sandra Bäumler, Raywen White, Nadja Losbohm und ich haben fünf Anzeichen zusammengetragen, die dich auf die richtige Spur führen könnten.

Was deutet nun auf Elfen in deinem Garten hin?

Der Garten ist voller lästigem Glitzer und Feenstaub.

Sandra Bäumler / Sarah Hill

Winzige Fußspuren sind zwischen den frisch gepflanzten Blumenzwiebeln zu sehen?

Nadja LosbohmDie Magie der Bücher

Der nervige Hund deiner Nachbarin, der deinen Rasen als Klo benutzte, meidet plötzlich dein Grundstück, als hätte er eine Unterlassungsklage mit 50 Meter Abstand erhalten.

Raywen WhiteMystic Highlands

Wenn du versuchst herauszufinden, woher das Gewächs kommt, dass sich wieder von selbst in deinem Blumenbeet angepflanzt hat, kichert es hinter dir in der Tulpe.

Ela van de Maan / Lea McMoonDark Hill. Im Herzen der Anderswelt

Deine Blumen sehen aus, als hätten sie Wachstumshormone bekommen. Ein Vorteil bei Gemüsewettbewerben, keiner hat so große Tomaten wie du.

Raywen WhiteMystic Highlands

Und was passieren bei dir für seltsame Dinge im Garten? Wachsen aus den Gummistiefeln plötzlich Wicken? Oder liegt die kleine Schaufel ständig irgendwo, wo du sie sicher nicht abgelegt hast? Vielleicht magst du uns davon erzählen, wir würden uns freuen.

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5 Anzeichen dafür, dass Elfen in deinem Garten wohnen
Die Figuren der Into the dusk - Reihe - die Drachenschwestern

Die Figuren der Into the dusk – Reihe – diesmal die Drachenschwestern

Auch wenn sich die Into the dusk Reihe in erster Linie um die Vampire in den Hauptrollen dreht, spielen doch einige Nebencharaktere eine maßgebliche Rolle, ohne die die Geschichten nur halb so schön wären. Saphire, Pearl, Christal, Coral, Jewels und Amber heißen die sechs Schwestern, die sich mit Alexandre und seinen Vampirkumpels die nette Wohnhöhle teilen – wie sie den unterirdischen Prunksitz von Alex in der stillgelegten U-Bahn Werkhalle unter New York nennen – und sie sind …

Amazonendrachen

Doch was macht die Amazonendrachen – oder auch Emanzendrachen – wie Liam sie gern nennt, wenn sie mit seinem Machogehabe mal wieder überhaupt nichts anfangen können – aus?

Sie sind schön…

Das auf den ersten Blick auffälligste an ihnen ist, dass sie modelmäßig neiderregend schön sind. Und sie nehmen das auch noch für selbstverständlich. Manchmal habe ich das Gefühl, sie merken es gar nicht. Vor allem Jewels hat da so ihre Probleme in der spätpubertären Selbstfindung und hat sich deshalb statt des üblichen lebensgroß gemalten Abbilds ihrer selbst in menschlicher Gestalt, einen Spiegel zwischen die Gemälde ihrer Schwestern gehängt, um ja jede Veränderung an sich sofort wahrzunehmen. Allerdings hätte es auch gereicht sich alle hundert Jahre mal fotografieren oder malen zu lassen, weil die Veränderungen bei einer Lebenserwartung von durchschnittlich zehntausend Jahren dann doch etwas langsamer vonstatten gehen. Da hilft auch das tägliche in den Spiegel schauen nicht.

Möglicherweise hängt die Ignoranz ihrer Schönheit aber auch damit zusammen, dass sie in Drachengestalt gleich noch viel imposanter sind, als als hochgewachsenen blonde Menschenfrauen.
Allerdings vermeiden sie es tunlichst, sich öfter als nötig zu verwandeln, weil ein Drachen mit in Regenbogenfarben schillernden Schuppen, in der menschlichen Zivilisation doch etwas zu sehr auffallen würde.

Selbst vor 1500 Jahren, als das Nesthäkchen der Schwestern – Amber – geboren worden war, waren sie bereits öfter als Menschen unterwegs, als in ihrer eigentlichen Gestalt, weil die Menschen entweder Angst vor ihnen hatten oder an ihre glänzenden Schuppen wollten und somit von allen Seiten Jagd auf sie gemacht wurde.
Das hat sie aber offenbar nicht im Geringsten daran gehindert, sich ihre äußerst lockere Lebenseinstellung zu bewahren.

… und haben eine äußerst locker Lebenseinstellung

Und das ist es, was ich am faszinierendsten an ihnen finde. In erster Linie gilt es Spaß zu haben, das Leben zu genießen, sich die Rosinen rauszupicken und sich nicht weiter darum zu scheren, was in der Gesellschaft, in der sie sich aufhalten, als konform gilt.

Alex und Tom haben die Mädels zum Beispiel in Paris kennengelernt, wo sie vor wenigen hundert Jahren mit Freude ein Etablissement der horizontalen Beschäftigung betrieben haben, in dem die Vampire natürlich gern verkehrt haben. Soweit mir berichtet wurde, legen die Amazonendrachen generell keinen großen Wert auf feste Bindungen, sondern suchen ihr Glück in der Abwechslung. Oder wie es Amber mal formulierte:

Wenn einem der Drachen zuhause zu langweilig wird, sucht man sich halt einen anderen.

Amber in Schwur der Vergangenheit

Wobei die Zahl der Drachen insgesamt seit der Zunahme der menschlichen Art drastisch abgenommen hat, was sie dann quasi dazu zwang, sich menschliche Partner zu suchen. Nur waren die dann oft etwas – O-Ton Amber – zu schnell verbraucht. Bei den Vampiren sind sie allerdings recht schnell auf den Geschmack gekommen. Wen wunderts.

Auch Eifersucht scheinen die Drachengirls nicht zu kennen. Auch nicht, wenn ihre bevorzugten Vampire plötzlich einer mehr oder weniger menschlichen Frauen treu sind. Generell scheinen die Drachen auch eher nicht zu überschwänglichen Emotionen zu neigen. Beziehungsweise sehen sie Gefühle wohl etwas anders, als wir Menschen, wie das Geplauder aus Erbe der Vergangenheit zwischen Melanie, Tom und Pearl, der zweitältesten Drachenschwester zeigt:

»Hast du eigentlich vor etwas Angst, Pearl?«

»Ich? Na ja, wenn ich ehrlich bin, schon.«

»Tatsächlich? Ich dachte, Drachen hätten vor nichts Angst?«, spottete Tom. »Dazu müssten sie doch Gefühle haben.«

»Ich habe Gefühle … irgendwo. Ich nehme sie nur nicht immer mit.«

Ich musste grinsen. Manchmal würde ich meine Gefühle auch am liebsten in einer Schublade ablegen und nur bei Bedarf herausholen. Aber ich war leider kein Drache. »Und wovor hast du Angst?«, fragte ich nach.

»Also«, erwiderte sie verlegen. »Manchmal habe ich echt Angst, dass ein Absatz meiner Manolos abbricht und ich so schief weiterlaufen muss. Was meinst du, wie peinlich das aussieht.«

Ich biss die Zähne zusammen, um nicht laut loszulachen. Ich wollte sie nicht beleidigen, es schien ihr völlig ernst zu sein damit, dass es sich hierbei um eine ihrer tiefgründigsten Ängste handeln musste. »Und was tust du dagegen? Ich meine, um nicht ständig von dieser Angst belastet zu werden?«, fragte ich schnell.

»Ich habe immer eine Tube Sekundenkleber in der Tasche.« Triumphierend zog sie eine kleine Tube aus der Tasche, die völlig zerdrückt war und von der bereits der Lack abblätterte.

Ich war mir nicht sicher, ob der Kleber darin nicht schon lange eingetrocknet war. Aber wenn es ihr half, nicht ständig darüber nachdenken zu müssen, was passieren würde, wenn ein Absatz tatsächlich mal brach, war es ja egal, ob der Kleber noch klebte.

aus Erbe der Vergangenheit

Also ich mag die Drachenschwestern sehr und bin froh, dass sie den Weg in meine Geschichten gefunden haben. Wer noch dabei ist, erzähle ich in einer anderen Folge.

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schreiben mach dick

Schreiben macht dick – ein Einblick ins Autorenleben

Oft wird leichthin behauptet, wir Autoren hätten einen einfachen Job. Wir säßen in der warmen Stube, würden täglich ein paar Sätze in den Computer klopfen und ansonsten den Herrgott einen guten Mann sein lassen. Und zum Schluss bekämen wir auch noch Geld dafür.
Und na ja, so richtig widersprechen kann ich da jetzt irgendwie auch nicht – zumindest nicht, solange man nicht versucht von dem Job zu leben :-).

Aber als ich heute über den Grund meiner im Schrank eingelaufenen Herbstklamotten nachgedacht habe, bin ich auf einen gravierenden Nachteil unserer Lieblingstätigkeit gestoßen.

Schreiben macht dick.

Tatsächlich. Laut Waage habe ich, seit ich schreibe, ööööööööhm Kilos zugenommen.

Nur wie?
Die Finger fliegen ja im allgemeinen nur so über die Tastatur. Bewegung haben wir Autoren also durchaus. Und auch unser Gehirn braucht Energie und verbrennt so einiges. Bei mir zwar nicht soviel, dass es zum Heizen des restlichen Gestells reichen würde, darum bin ich schon wieder am Frieren; aber das bin ich ja immer, wenn der Winter beginnt – so knapp unter 20°C 😉 .

Also, was ist der Grund?

Ich sags Euch.

Als Autor leidet man.

Mal mit der verflossenen Liebe seiner Heldinnen und Helden. Mal wegen eines dummen Spruches, den der eine Held dem anderen Held an den Kopf geworfen hat und dieser leidet dann ebenfalls – wird aber nicht dick davon.
Dann gibt es auch noch die Situationen, wo jeder macht was er will und man als Autor davor sitzt und sich fragt, wer in der Story eigentlich das Sagen hat. Wobei man feststellt, dass man selbst der Letzte ist, der in der Story überhaupt etwas zu melden hat. Sobald man nämlich die undankbare Heldenbande erschaffen hat, tut grundsätzlich jeder was er will.
Und dann leidet man, wenn alle beleidigt sind, weil man wieder in die Story eingreifen will, und sie alle dahingehenden Versuche sofort boykottieren.
Man leidet, wenn die Geschichte aus dem Lektorat zurückkommt und man feststellen muss, dass die absolut genialsten Ideen nicht als solche gewürdigt und somit gestrichen wurden.
Und am Schluss leidet man, wenn man die Geschichte veröffentlichen muss, weil man befürchtet, dass sie keiner lesen will.

Und warum macht das Schreiben dick?

Weil man zum Trösten Unmengen an Schokolade verdrücken muss, oder sich zwei…drei…viele ganz süße Chai Latte mehr macht, als man gemeinhin sollte. Und man braucht Pasta für die Nerven. Am besten jeden Tag, in allen Variationen und in großen Mengen.

Tja, und wenn ich so drüber nachdenke – seit ich schreibe, bin ich auch noch ein paar Jahre älter geworden … !?

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Halloween

Verkleiden sich Mythenwesen an Halloween?

Anlässlich unserer großen Halloween Autorenseitentour auf Facebook im letzten Jahr, war mir in den Sinn gekommen, dass ich zwar vieles über meine Geschöpfe weiß, aber tatsächlich die so überaus wichtige Frage nicht beantworten konnte:

Verkleiden sich Vampire und Drachen eigentlich an Halloween

Um das zu klären, musste ich wieder einmal nach New York in Alexandres Untergrundschloss skypen und siehe da, es waren fast alle meine Lieblinge anwesend.
Erst haben sie mich etwas schräg angesehen, weil ich mich schon eine ganze Weile nicht mehr gemeldet hatte, aber letztendlich haben sie dann doch verstanden, dass ich die Einzige in unserer Runde bin, die nicht auf eine unsterbliche oder zumindest auf eine ziemlich lange Existenz zurückgreifen kann und ich somit nicht die Zeit habe, wöchentlich stundenlang mit ihnen über die gerade aktuellen Serien, Nagellackfarben oder Aktien zu diskutieren.

Meine Frage hat sie allerdings extrem erheitert.

Wer den Haufen kennt, kann sich vorstellen, dass von Liam als erstes eine Antwort kam, die auch noch völlig vorhersehbar war: „Klar, ich verkleide mich als Vampir. Ich wollt schon immer so mega cool sein.“ Dabei grinste er so breit, dass sich die Drachenmädels kopfschüttelnd an die Stirn fassten. Und ganz ehrlich, ich bin mir sicher, der rennt tatsächlich an Halloween in seinem schwarzen Ledermantel mit ausgefahrenen Zähnen rum und tut so, als würd er die Leute beißen. Aber Polina wird den Schwerenöter schon im Griff haben, hoffe ich zumindest.

So nach und nach sind auch die anderen damit rausgerückt, dass sie an Halloween tatsächlich feiern und auch mal so richtig übertreiben, weil es ja nicht auffällt.

Jewels hatte ernsthaft überlegt, ob sie nicht gleich in ihrer angeborenen Gestalt als Amazonendrache gehen soll. Aber ein Blick in den Spiegel ließ sie dann doch zweifeln, dass sie mit ihrem zwar sehr schillernden, aber ausladenden Drachenschwanz in die angesagtesten Clubs gelassen würde und sich vor dem Club zurückzuverwandeln, würde zwar sicher für Aufmerksamkeit sorgen, ihr aber auch nichts bringen, weil sie dann nackt da stünde und auch nicht in den Club käme.

Die anderen Drachenschwestern und die Freundinnen der Vampire hatten beschlossen, in diesem Jahr als Hexen zu gehen, besser gesagt zu fliegen, sofern Megan ihnen fliegende Besen hext, weil Mel das noch nicht verkehrssicher hinbekommt. Aber Megan weigert sich bisher noch, weil sie das Ganze dann doch für zu auffällig hält und befürchtet, danach wieder Schadensbegrenzung betreiben zu müssen. Da musste ich ihr allerdings beipflichten, was mir ein paar unschöne Gesten in Form von ausgestreckten Mittelfingern von Seiten der Drachen bescherte. 

Wer sich tatsächlich weigert, sich zu verkleiden, ist natürlich unsere Spaßbremse Alexandre. Eigentlich dachte ich, der Tritt in den Hintern, den ich ihm in Teil 5 der „Into the dusk – Reihe“ verpasst habe, hätte ihn ein bisschen lockerer werden lassen, aber so leicht lässt sich so ein alter Knacker wohl doch nicht ändern. Ooops, ich glaub, den alten Knacker nimmt er mir übel 

Die anderen Vampire wollten sich noch nicht ganz darüber auslassen, in welche Kostüme sie schlüpfen werden, weil sie sich den Spaß machen möchten, unerkannt von den „Drachen-Hexen“ und ihren Freundinnen Party zu machen. So ganz bin ich mir nicht sicher, ob das nicht noch Ärger gibt, aber wenigstens haben sie versprochen mir Fotos zu schicken. Da bin ich ja gespannt. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob ich die wirklich sehen möchte, denn Ian konnte natürlich seinen Verkleidungseifer nicht zurückhalten und schwebte in voller Montur durchs Bild – als Meerjungfrau!

Auwei, sag ich da nur. Dieses Bild bekomme ich die nächsten Tage nicht mehr aus dem Kopf. 

Aber zumindest ist die Frage nun geklärt. Also passt auf, falls ihr zufällig auf irgendeiner Halloweenparty ein paar sehr schräge Vögel entdeckt – die könnten echt sein grinsender vampir.

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Halloween