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Fantasywelten und Figuren – Dark Hill. Im Herzen der Anderswelt

Fantasywelt Dark Hill. Im Herzen der Anderswelt

Hast du dich schon einmal gefragt, wie eigentlich Fantasywelten – wie zum Beispiel die Anderswelt – und die dazugehörigen Figuren in den Geschichten entstehen?

Ich frage mich das im Grunde jedes Mal wenn ich zu schreiben anfange und tatsächlich entstehen zumindest meine Welten und Figuren, während sie mir selbst ihre Geschichte erzählen.

Das hört sich vielleicht seltsam an, aber es ist tatsächlich so ;-).

Die Welt von Dark Hill. Im Herzen der Anderswelt

Bei Dark Hill. Im Herzen der Anderswelt war es so, dass ich irgendwann beim Schmökern in verschiedenen Büchern über Legenden und Sagen plötzlich über die irische Anderswelt gestolpert bin. Eigentlich dachte ich immer, dort würden sich Leprechauns, Feen und Elfen tummeln, aber in den Geschichten fand ich noch einige Völker mehr, die kurz nach der Sintflut die grüne Insel erobert und beherrscht hatten.

Zwei davon hatten es mir nach einiger Recherche besonders angetan:
Die Túatha Dé Danann und die Fomori.

Die Túatha Dé Danann

Die Túatha Dé Danann stammten angeblich von einer Göttin namens Dana ab. Sie hatten, nachdem sie schon Zeiten vorher von der Insel vertrieben worden waren, in ihrem Exil im Norden oder Süden – so genau weiß es keiner – die Magie erlernt, bevor sie erneut nach Irland aufbrachen, um ihren angestammten Platz wieder einzunehmen und dortzubleiben.
Als vor der irischen Küste ankamen, umhüllten sie ihre Schiffe mit schwarzen Wolken und konnten so unentdeckt von den dort regierenden Firbolg an Land gehen. Da diese magischen Wolken ein paar Tage lang die Sonne verdeckten, schafften sie es sogar, bis an den Sitz der Firbolg zu gelangen, und erhoben sofort den Anspruch auf die Herrschaft über die Insel.

Die Firbolg ließen sich das natürlich nicht so einfach gefallen und es kam zu einer großen Schlacht, in denen viele der Firbolg fielen und sie ihre Niederlage anerkennen mussten.
Auch gegen die mit den Firbolg verbündeten Fomori kämpften die Túatha Dé Danann so erfolgreich, dass sie diese aus Irland vertreiben konnten. Den alten Legenden nach hielt die Herrschaft der Túatha Dé Danann dann fast zweihundert Jahre an, ehe sie selbst geschlagen und in die Sidhe-Hügel verbannt wurden, wo sie bis heute leben.

Die Fomori

Die Fomori sollen den alten Legenden nach ein eher dämonisches, seltsam gestaltetes Urvolk sein, das im Meer oder unterhalb des Meeres lebte, oder zumindest daraus entstammte. Sie werden manchmal als Riesen beschrieben, mit nur einem Bein oder einem Arm, die sich von Fisch ernährten. (Was auf einer Insel eigentlich gar nicht so ungwöhnlich ist, dass es erwähnt werden müsste, finde ich.)
Ihre Haut soll geschuppt erscheinen, wie die einer Schlange und manche tragen auch Tierköpfe mit Hörnern. Ob nun riesig oder nicht, Gewaltätigkeit wird ihnen in jedem Fall zugeschrieben.
Ursprünglich waren sie noch vor den Túatha Dé Danann auf die Insel gekommen, hatten aber auch ihre liebe Müh mit den nachfolgenden Völkern. Mal wurden sie unterdrückt, mal unterdrückten sie die anderen, bis sie irgendwann mit den Firbolg, die dann von den Túatha Dé Danann besiegt wurden, Frieden schlossen.

Wie oben schon erwähnt wurden sie schließlich doch aus Irland verbannt. Die Legenden erwähnen aber nicht genau, wohin sie verbannt wurden, nur dass später immer wieder vereinzelt ein paar dämonische Exemplare dieses Volkes in Irland auftauchten.

Und da kommt Fantasy ins Spiel

Wie du dir denken kannst, lässt solch eine Vorlage mir keine Ruhe. Die ehemaligen Eroberer leben in einer Welt unter unserer sichtbaren Welt, die sie sich sicher entsprechend bewohnbar gemacht haben und die Besiegten, denen soviel Gewalt- und Schreckenspotential zugeschrieben wird, wurden von dem Land vertrieben, das sie so viele Jahrhunderte beherrscht oder zumindest mitbeherrscht hatten.

Die müssen doch kochen vor Wut!

Und das tun sie auch – zumindest in meiner Geschichte – vor allem da es die Túatha Dé Danann geschafft hatten, eine der wichtigsten Schlüsselfiguren in dem Kampf um die Macht in der Anderswelt in eine andere Welt zu bringen und somit ihrem Zugriff zu entziehen.
Und wie könnte es anders sein – die Tore zu dieser Welt, der unseren, öffnen sich nur an einem einzigen Tag – an Samhain.

Ich bin ernsthaft am Überlegen, ob ich an Samhain oder Halloween, wie es bei uns heißt, wirklich noch einmal auf die Straße gehen soll, nachdem ich nach dem Aufschreiben der Geschichte nun weiß, was da so alles rumlaufen kann ;-).

Was meinst du dazu?

Wie ich mir sowohl die reale Welt, als auch die Anderswelt, in der Dark Hill. Im Herzen der Anderswelt spielt, vorgestellt habe, kannst du übrigens gern auf meinem Pinterestboard verfolgen.

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